LLU Lexikon der Luxemburger Umgangssprache
 
Gefees bis Gehècksbænk (Bd. 1, Sp. 169 bis 170)
 
Gefees, n. (écon. rur.), der Abrechling, was vom ausgedroschenen Getreide oben abgerecht wird, bourriers qu'on enlève avec le rateau.
 
Gefensels, n., herabhängende Fäden am Kleide, u. s. w., les effilures. — Schwz. G'fisel.
 
Gefîtzt, (gemein) nett geputzt, bien mis, tiré à quatre épingles. S. Fîtzen.
 
Geflappt, närrisch, geschossen, timbré.
 
Geflasst, part. von fleissen (sech), sich sputen, se dépêcher.
 
Gefléws, n., das Zureden, Zusprechen, les prières, les instances, — Vergl. holl. gevlei, Liebkosung.
 
Gefoidesch, pl. -en, f., die Gevatterin, la commère.
 
Gefoircht, part. von fièrchten, fürchten, craindre.
 
Gefölls, n., das Füllsel, la farce.
 
Gefôsch, n. (taill.), der Fadenschlag, le bâti.
 
Gefräs, n., das Gefrage, questions continuelles, importunes.
 
Gefrés, n. (niedrig) das Essen, Fressen; die Fresserei, la mangeaille.
 
Gefrés, n., die Fresse, das Maul, la gueule.
 
Gegängels, n., das Hin= und Herlaufen, les allées et venues.
 
Gegeis, Gegengs, n., die Geigerei, ein anhaltendes, wie auch ein schlechtes Geigen, la raclerie, action de ceux qui raclent du violon.
 
Geglacht, part. von gleichen, gleichen, ressembler.
 
Gegrimmels, n., das Gebröckel, les miettes, égrugeures.
 
Gehackels, n., das Gestotter, Stammeln, le bégaiement. — Holl. gehakkel.
 
Gehansèltger (géo.), Kleinelschrot, Petit-Nobressart, Dorf im Kanton Redingen.
 
Gehanesbièreg, m. (géo.), der Johannisberg, in der Nähe von Düdelingen und Bettemburg, le Mont-St-Jean. (Ce géant des monts luxembourgeois, qui semble vouloir les surpasser tous par la majesté de sa taille et par la beauté de son site.)
 
Gehânesdâg, m., Johannistag heißt das Fest, durch welches die christliche Kirche am 24. Juni das Andenken Johannes des Täufers von Alters her ehrt, la Saint-Jean.
 
Gehânesdéerchen, pl. -déercher, n., das Johanniswürmchen, le ver-luisant, lampyre. — Das schöne bläulichte Licht des Johanniswürmchens kommt aus den drei letzten Ringen des Bauchs. Hier strömt es aus einer gelblichen Substanz hervor, welche in 2 kleinen Säcken unter den Ringen eingeschlossen ist. (Convers.=Lex.)
 
Gehâneskréschel, pl. -en, f., die Johannisbeere, die Frucht des Johannisbeerstrauchs, la groseille. (Erscheint in zwei Hauptsorten, der rothen und der schwarzen).
 
Gehècks, n., das Gehackte, gehacktes Fleisch, Ragout von klein[S. 170] geschnittenem Fleisch (die Lieblingsschüssel des Landmannes bei festlichen Mahlzeiten, le hachis.
 
Gehècks, n. (écon.), der Häcksel, Häckerling, de la paille hachée.
 
Gehècksbænk, pl. -en, f., die Häckerlingsbank, le coupe-paille.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

© 2010 - Projekt LexicoLux des Laboratoire de linguistique et de littératures luxembourgeoises der Universität Luxemburg, in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier
Hinweis zum problematischen Wortgut