LLU Lexikon der Luxemburger Umgangssprache
 
Hingang (den) fir den Hièrgang hoin bis Hohl a' Mohl (Bd. 1, Sp. 206 bis 208)
 
Hingang (den) fir den Hièrgang hoin, avoir l'aller pour le venir, en être pour sa peine, pour ses pas.
 
Hinnen, ihnen, leur, à eux. — Holl. hun.
 
Hipp, Hippchen, f., der Hieb, das Räuschchen, une pointe de vin. — Obd. Hips; holl. knipje. — Jnteressant ist die im gemeinen Leben gewöhnliche Wortverbindung einen Hieb haben für nicht nüchtern sein; denn der Trinker erscheint darnach wie vom berauschenden Getränke überwältigt und verwundet. (Hoffmann, Allgem. Encyclop.)

Deen hat eng Hipchen,
Deen eng kleng Knipchen. (Diedenhofen.)


 
Hippen, part. gehippt, hinken, humpeln, boiter, clopiner. — Vergl. holl. hippelen, hippen, hüpfen, sautiller.
 
Hîr, ihr, lui, à elle. — Angels. hire; engl. her; holl. haar, har. — Hîr hoin ech mei' Leed geklôt, ihr (betont) habe ich mein Leid geklagt, c'est à elle que j'ai conté mes peines.
 
Hiren, hir, hirt, pl. hir, ihr, ihre, ihr, pl. ihre, son, sa, ses. — Engl. her; holl. haar, hare.[S. 207]
 
Hirschpænzer, pl. id., m. (von Pferden), dünnleibig, windspielartig, cheval cousu, qui manque de corps ou de boyau.
 
Hirschoil, -en, f., die Hirnschale, le crâne.
 
Hîrz, pl. -en, der Hornschröter, Hirschkäfer, le cerf-volant. — Mhd. und obd. Hirz, Hirsch.
 
Hîrze'fræchen, pl. -fræchercher, f., das Weibchen des Hirschkäfers.
 
Hirzel, pl. -en, m., das Einlaßthürchen in einem großen Thore, besonders das Pförtchen in einem Scheuerthor, le guichet (dans la porte d'une grange), petite porte dans un vantail de porte-cochère. — Hirzel, Verminderungsform von dem veralteten französischen Worte huis, huiselet, huisset. Um so wahrscheinlicher ist diese Herleitung, weil huis nur von kleinen Thüren gesagt, die Hauptthür aber immer porte genannt wurde. Jm Diction. rom., wal., celt. et tud.: stopper l'uix de sa grainge, boucher la porte de sa grange.
 
Hiwel, pl. -en, der Hügel, la colline. — Nds. Hövel; holl. heuvel. — Prov En Hiwel fir e' Bièreg hoilen.
 
Hiwo, pl. -en, m., der Klotz zu einem Knabenspiel.
 
, pl. -en, f., der Hag, die Hecke, Umzäunung eines Gartens, einer Wiese, u. s. w., la haie. — Celt. hä; engl. hay (häh). — Èng Hô sètzen, planter une haie; altfr. haier. Èng lièweg Hô, eine lebendige Hecke, ein lebendiger Zaun, welcher aus grünem, noch vegetalisches Leben habenden Holze besteht, une haie vive.
 
Hóaltor, pl. Hóaltär, m., der Hochaltar, le maître-autel, premier autel d'une église.
 
Hobich, pl. -en, f., die Hagebuche, le charme.
 
Hobichen (Holz), Hagebuchenholz, du bois de charme.
 
Hobitz, pl. -en, f. (agr.), eine Art Pflug.
 
Hochepot, m. (cuis.), der Mischmasch, Fleisch in kleinen Stückchen mit Kohl, Rüben, Wurzeln oder dergleichen gekocht, das verlorne Huhn; gewöhnlich nennt man hochepot (das t wird ausgesprochen), ein Gemisch von Kartoffeln und Sauerkraut. — Holl. hutspot; engl. hotch-potch.
 
Hôdâr, m., der Hagedorn, l'aubépine, f.
 
Hoën (géo.), Hagen, Dorf in der Gemeinde Steinfort.
 
Hófert, m., 1° die Hoffart, der Stolz, l'orgueil; 2° der Staat, die Kleiderpracht, le luxe; 3° die Putzsucht, la manie de se parer. — Se stenkt vun Hófert, elle est d'une arrogance insupportable. — Schmoilen Hófert (gemein), Staat oder Putz, der wenig Kosten erfordert, magnifique et pas cher. — Prov. Den Hófert kömmt viroim Fal, lorsque l'orgueil chemine devant, honte et dommage suivent de bien près; ital. quando la supêrbia galoppa, la vergogna le siede in groppa.
 
Höff, pl. -en, f., die Hüfte, la hanche. — Obd. Hüf.
 
Höffân (vét.), kreuzlahm, lendenlahm, épointé.
 
Hófreg, 1° hoffärtig, orgueilleux; 2° putzsüchtig, die Kleiderpracht liebend, qui aime à se parer, qui ne s'occupe que de sa parure.[S. 208] — Hófregen Aasch, in der gemeinen Sprechart, das Putzdöckchen, la poupine.
 
Hohl a' Mohl (op), auf der äußersten Grenze, sur l'extrême limite.

 

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