LLU Lexikon der Luxemburger Umgangssprache
 
Krakelsnoss bis Kré (Bd. 1, Sp. 251 bis 253)
 
Krakelsnoss, pl. -nöss, f., die Lindenblüthe, la fleur de tilleul.
 
Kramp, pl. Kræmp, m., das Halftel, der Haken (Drathstückchen deren Eines eine Schlinge, das Andere einen Hacken darstellt, welcher in erstere eingehackt wird), l'agrafe, f.
 
Kramp, pl. Krämp, m. (maré.), die Stollen an den Hufeisen, les éponges, crampons d'un fer à cheval.
 
Krampièrger, pl. -en, m. (charr.), der große, starke Bohrer, la grosse tarière.
 
Kränkt, f., die Fallsucht, Kränke, auch die Kränkte, le mal caduc, l'épilepsie, f.
 
Kränkt, f., die Viehseuche, l'épizootie, f.
 
Kranz, pl. Kränz, n. (boul.), der Kringel, eine Art Backwerk, welches geringelt ist, oder einen Ring vorstellt, der Kranzkuchen, le gâteau percé.[S. 252]
 
Kranzbród, n., eine Art Weißbrod, welches kreisförmig oder geringelt ist, le pain percé.
 
Krapp, pl. Kräpp, m., der Kropf, (verhärtetes Geschwulst am menschlichen Halse, am häufigsten bei Gebirgsbewohnerinnen, die schwere Lasten bergan zu tragen haben, und viel hartes Wasser trinken, le goître. — (Holl.) krop. — En Ènglænner, deen an den Alpe' gereest as, gów iwerall bekuckt a' bewonnert wiènt senger schéner Figur; E' præchtege' Mann, soten se, hætt e' nömmen e' Krapp!... Quis tumidum guttur miratur in Alpibus?
 
Krapp, pl. Kræpp, m., der Kropf, die sackartige Erweiterung der Speiseröhre, welche besonders den Hühnern, Tauben, u. s. w., eigen ist. Jn diesem häutigen Sacke verweilen und werden die verschluckten Körper erweicht, ehe sie in den Magen kommen, also eine Art Vormagen, le jabot. — Celt. croppa; angels. croppa; engl. crap; holl. krop.
 
Krappeg, kropfig, goîtreux.
 
Krappeg, krappschesseg, kreppisch, eigensinnig, hartnäckig, widerspenstig, störrig, capricieux, opiniâtre. — Holl. kroppig; engl. crabbed.
 
Kräppert, pl. -en, m., die Kropftaube, eine Varietät der gemeinen Haustauben, ursprünglich ausländisch, und eine der größten Arten; den Kropf bläßt sie auffallend auf. Jhr eigentliches Vaterland ist das glückliche Arabien, le pigeon grosse-gorge. — Ndd. Kröpper; holl. kropperd; engl. cropper.
 
Kratz, pl. -en, f., die Kaminfegerscharre, das Scharreisen der Schornsteinfeger, le grappin du ramoneur, fer recourbé dont il se sert pour détacher la suie.
 
Kratzheel, pl. -en, m. (jard.), die Gartenhaue, le serfouette, le racloir.
 
Kratt, pl. -en, f., ein eiserner Ring um etwas damit zusammen zu halten, la frette.
 
Krattz, pl. -en, m., die Krabbe, ein kleines Ding, le marmouset.
 
Krauchen, part. gekrocht, kriechen, ramper. — Èngem an den Aasch krauchen, einem auf eine niederträchtige Art schmeicheln, flatter quelqu'un lâchement et servilement. — Holl. iemand in het gat kruipen.
 
Kraudeg, krücklich, mürrisch, verdrüßlich, hargneux, morose. — — Obd. krautig, krutig.
 
Kraup, Kraupâsch, Kraupert, pl. -en, -æsch, -en, der Knirps, das kleine Kerlchen, die kleine Kröte, le crapoussin, petit bout d'homme, mirmidon. — Obd. Krauter; holl. kruiper.
 
Kraupeg, klein, unansehnlich, schwach. — Obd. krauig.
 
Krausel, pl. -en, die Locke, der krause Haarbüschel, la boucle.
 
Krauseleg, lockig, kraus, bouclé, crépu.
 
Krauselholz, pl. -hölzer, n. (perr.), das Lockenholz.[S. 253]
 
Krautsteen, pl. -stèng, m., der Mörser, le mortier. — E' koffer Krautsteen, ein kupferner Mörser, un mortier en cuivre.
 
Kré, pl., die Krüge, les pots, pl. von Kró.

 

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