LWB Luxemburger Wörterbuch
 
Änneréng/-ong/-onk, Ännerechen, Änneregen/-igen bis ären (Bd. 1, Sp. 58b bis 59a)
 
Änneréng/-ong/-onk, Ännerechen, Änneregen/-igen (Norden, sowie Osten mit Echt.: 'e:nərijən) F.: «Änderung» — 't sin Änneréngen an der Luucht (das Wetter wird sich verändern; im Pl. bedeutet Ä. in dieser Ra.: «Wolken»).
 
Äntwert (Echt.: Antwort) F.: «Antwort» — lo muss de mer Ried an Ä. stoen — e bleift engem keng Ä. schölleg — e weess, en huet ëmmer eng Ä. (schlagfertig) — sin ech kenger Ä. wäärt? — all Ufro as eng Ä. wäärt — eng gutt Ä. huet all säi Liewe guttgedoen — eng frech Fro, eng frech Ä. — näischt gesot as och eng Ä.
 
äntwer(t)en intr. Verb.: «antworten» (Echt.: antworten) — näischt ä. as och eng Äntwert.
 
Äppel F. Vorn. zu Apollonia.
 
Äppel- Zussetz. (s. auch Apel:): -bam M.; -bléi F.: 1) «Apfelblüte»; 2) «Zeit, in der die Apfelbäume blühen»; -bongert M.; -botter M.: «-mus»; -branntewäin M.; -bräi M.: «-mus»; -briet N.: «-gestell»; -brot M.: «gekochte Äpfel zum Belegen des Brotes»; -déif M.: «Äpfeldieb» (auch Spottname für Scouten) — Adam an Éiv waren déi zwéin éischt Ä. — du wäissen Ä. (spaßhaft zu einem hellblonden, durchtriebenen Buben); -dompes N./M.: «-mus»; -esseg M.: Ä. as eng Midzin (folkl.); -flued M.: = taart; -fra F.: «Apfelhändlerin, Obsthökerin im allg.» — 't geet nët wéi bei der Ä. (es muß der Reihe nach gehen); -gebääss, -gebeess N.: «-mus»; -jhelli M.: «Apfelgelee»; -kéiz F.: = -kuerf; -klatz F.: «in Teig eingebackener Apfel»; -kompott M.; -kuerf M.; -kraut N.: «-mus»; -mous (Dim. -méischen) N.: «-mus»; -päipchen F.: «-mus»; -pléck F.: «Apfelpflücker» (dafür auch: Geier); -praum F.: «dicke, rötlichgelbe, frühreifende Pflaume»; -schnëtz M.: «Apfelschnitzel» (werden auf Hürden oder im Backofen getrocknet und an einer Schnur, meist auf dem Speicher, aufgehängt) — Virwëtz mat Ä. (zu einem Vorwitzigen, der nach dem Inhalt eines Pakets fragt u. überhaupt Entgegnung auf Fragen, deren Beantwortung man sich entzieht); -speis F.: «-mus»; -stellage F.: =- briet; -taart F.: «Apfeltorte» — entweder mit kreisförmig aufgelegten Apfelscheiben oder mit Apfelmus, worüber sich Teigriemen kreuzen (= Rautentaart), mit einer dünnen Teigdecke belegt (= Deckelstaart); [Bd. 1, S. 59] -téitsch, -tëtsch F.: «mit getrockneten, aufgekochten Apfelscheiben belegte Torte» (bisw. für das Obst allein); -viz M.: «Apfelwein».
 
Äppelchen M. (Dim. zu Apel): 1) «Äpfelchen»; 2) «Oberschenkelkopf, Kopf des Oberarmbeins» — en huet den Ä. aus der Pännchen (hat den Arm od. das Bein ausgekugelt).
 
Äppelter M.: «Apfelbaum».
 
är possess. Pron. der 2. Pers. Pl. — Flektion: Masc. ären, -es, -em, -en; Fem. är, -er, -er, är; Neutr.: äärt, äres, -em, äärt; Pl. är, -er, -en, är — PhV.: im Westen: i:ər, iε:r; im Osten vereinzelt: eiər; im Sauerkreis in und um Echt.: aiər —: «euer» — auch als Höflichkeitsform gebr.: «Ihr» — dat do as äres näischt (das wird euch, Ihnen nicht zusagen) — ech wëll äres nët (auch: begieren — ich will euch, Sie nicht schädigen) — dir sëtzt an ärem (in eurem, Ihrem eignen Hause).
 
Är, Ären, Ieren (Norden: 'jεrən) M.: «Hausflur».
 
Är (εεr) M. = Air (s. d.).
 
ären (bisw. ieren, im Oesl. 'iεrən) intr. (bisw. trans.) Verb.: «pflügen, ackern» (meistens zum 2. Mal, vor der Einsaat); Part. prät.: gëuer, gëuer(en).

 

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