LWB Luxemburger Wörterbuch
 
Bauerenadel bis Bauschestréi (Bd. 1, Sp. 76b bis 77a)
 
-adel M.: «Bauernstolz» — B. a Stécker op der Box; -brout N.: «Bauernbrot, oder Brot nach Bauernart»; -danz M.: «ländlicher Tanz» (Schottisch); -draach M.: «Tor» (dem der Mund aufsteht); -druecht F.: «ländliche Tracht»; -drull(es) M.: «plumper, ungeschickter Mensch»; -féischt F.: «wohlgemeinter, aber derber Empfang»; -flapp M.: «grober Bauer» (verächtlich); -fluppes M.: «schwerfälliger Bauer»; -fouer F.: «Schobermesse der Bauern» (s. -sondeg); -fra, -frächen F.: «Bäuerin»; -gréit N.: verächtl. für Bäuerin; -gutt N.: «Bauerngut»; -haff M.: «Bauernhof»; -ham F.: «Bauernschinken» (der Metzleschham bevorzugt); -jong M.: «Landbursche»; -kascht M.: «kräftige, gesunde, wenn auch grobe Kost» (= rau a schlau — wie bei den Bauern); -kiirmes F.: 1) «Bauernkirchweih»; 2) «farbiger Flitter mit Schmuck überladene Kleidung»; -kniwwel F.; -knuet M.: «derbes, dralles Bauernmädchen»; -lëmmel M.: Schimpfwort; -lëmmelzegkät, -keet F.: in dem Spw.: Bauerelëmmelzegkeet, Stämetzeschruckelzegkeet a Pafebegierlechkeet daueren an all Éiwegkeet; -meedchen N.: «Mädchen vom Lande»; -mimchen F.: «alte Frau vom Lande»; -moud M.: «Bauernmode» gew. im Gegs. zum guten Geschmack der Städter — blo a rout as B. (häufig mit dem Zus.: a gréng as Schënnesch — weil das Leinen früher bei den Bauern rot und blau gefärbt wurde, während der Schinder einen grünen Hut trug); -päärd N.: «schwerer Ackergaul»; -regel F.: «Wetterregel der Landleute»; -schong M.: in der Ra.: op e Bauereschong no (bis auf einen Bauernschuh, d. h. ohne genaue Bestimmung [Bd. 1, S. 77] der Länge); -stolz M.: «Bauernstolz»; -zoossiss F.: «Bauernwurst».
 
baueresch Adj./Adv.: «nach Bauernart» — z. B.: e baueresche Rack — cf. verbaueren.
 
Bauf F.: «dumpfer Aufschlag, Stoß» (cf. d. f.).
 
bauf(teg/dig) Interj.: 1) onomat.: «plumps»; 2) «da haben wir die Bescherung»; dazu das intr. Verb.: bauwen «dumpf aufschlagen».
 
baupsen intr. Verb.: 1) «kläffen»; 2) «barsch entgegnen, schreiend reden» (s. baapsen).
 
baupseg Adj.: 1) «kläffend, zum Kläffen geneigt»; 2) «barsch».
 
Baupsert M.: 1) «kurzer Anschlag eines Hundes»; 2) «Kläffer»; 3) übtr.: «Maulheld, belangloser Widersprecher».
 
Baus (kurz: bAus) Dim. Baischen ('bAisçən) F.: 1) «Schwellung durch Stoß oder Schlag», bes. am Kopf; 2) übtr.: «Kopf» — en huet näischt an der B. (keine Grütze im Kopf); 3) «Aufschnitt vom Brotlaib» — dafür auch: Bausknupp F. (sonst auch: Bootsch, Jhack, Knaus, Opschnatz) — zu mhd. bûs(e).
 
Bausch(t) M. u. F.: 1) «Büschel» (von Halmen, Gräsern, Salat) — e B. Päinetsch (Spinat), Ongkraut . . . — si iwerspréngt d'B. (F.) fir den Halem ze kréien (törichte Sparsamkeit); 2) «Bund» (Stroh), auch eng B. Blummen (großer Blumenstrauß); Zussetz.: Bauschestréi N.: Strohart, im Gegs. zum Schiefstréi, das mit dem Flegel oder auf dem Plauschbock gedroschen wurde.

 

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