LWB Luxemburger Wörterbuch
 
bäiluecht) bis Bäichel (Bd. 1, Sp. 79b bis 80b)
 
-luecht); 2) «beisteuern» — jidderee muss alt eppes Klengs b. — auch absol. gebr.: wa s'all (mat) b. da geet et duer; 3) intr.: «nachgeben» bes. in der Ra.: kleng b. (kleinlaut werden); 4) intr.: «die Garben heranbringen» (beim Dreschen); -hal F.: «Vorrichtung zum Drücken», z. B. beim Einschlagen eines Nagels; -halen Verb.: 1) intr.: «von nachhaltiger Wirkung sein» (von der Nahrung) — dat as Kascht, dee bäihält; 2) trans.: «für jem. eintreten, parteiisch sein» — du hues him nach allzäit bäigehal(en) — dafür häufiger zou-; 3) «beieinanderhalten» (von zwei Gegenständen, die auseinanderstreben); -hälen, -heelen intr. Verb.: med. «zuheilen» — d'Wonn as bäigehäält (etwas zugeheilt); -kafen (sech) refl. Verb.: beim Spiel «nachzahlen um (überhaupt weiter od. wieder) mitspielen zu dürfen»; -känteg Adv.: «dabei, herbei» (aus dem Jenischen, wo es auch als Adj. u. Subst. gebr. wird); -kommen intr. Verb.: 1) «an die Reihe, zu Wort kommen zugelassen werden» — mir kommen haut nët méi bäi (beim Arzt, Schlangestehen) — Echt.: mat der Red b. — unpers.: 't as em nët bäizekommen (er ist nicht zu übertrumpfen); 2) «hinzukommen», bes. vom Einsatz ins Kegelspiel beim Rampo (s. d.) — et kommen zéng Frang bäi; 3) «zu Schaden kommen» — lo säin ich fär en Zenner (Hundertfrankenschein) bäikom (Echt); -lafen intr. Verb.: «durch Mangel an Vorsicht betrogen werden, übel ankommen, falsch spekulieren», dafür auch: widder-; -läfeg Adj./Adv.: «nebenbei»; -läfer M.: 1) «einer, der nicht zur Gesellschaft, zum Ganzen gehört»; 2) pejor.: «Schmarotzer, ungebetener Gast»; -läden, leeden trans. Verb.: «hinters Licht führen»; -läen, leën intr. Verb.: 1) «bei-, hinzulegen» — hie muss iwwerall säi Pefferkäärche b. (er muß sich zu allem äußern, in jedermanns Angelegenheiten einmischen); 2) bes. Bed.: «Geld zulegen, mit Verlust verkaufen»; 3) selten: e (klengt, gutt . . .) Wuert (Wiirtchen) fir ee b. (dafür häufiger: aläen); 4) refl. Verb.: «sich anschaffen» — sech eng Freiesch, e Meedche b. (dafür auch: zou-); -léien intr. Verb.: «hinzulügen» (cf. [Bd. 1, S. 80] bäi sub 4); -léieren intr./trans. Verb.: «hinzulernen», bisw. auch «Erfahrung machen auf seine Kosten» — do kanns de nëmme b. — e muss nach vill b. — en huet scho Muenches bäigeléiert; -loossen trans. Verb.: «zulassen, Platz machen, Zutritt verschaffen» — wöllt der mech b., ech si presséiert — häufig zweideutig mit obsz. Nb.Bed.; -luecht (phV. cf. Ltb. 6) lok. bes. Mos.: -lo F.: 1) «Zugabe» beim Brot-, Fleisch- . . . Einkauf; 2) iron.: «kleiner Mensch»; 3) «Nesthäkchen»; -maachen Verb.: 1) trans.: (die Tür) «anlehnen»; 2) refl.: «sich sputen, vordrängen, hinzudrängen» — dajee, maach dech bäi; iron.: en huet sech bäigemaacht wéi d'Nuesen, d'Oueren . . . ausgedäält gouwen (er hat eine auffällige, große Nase, auffällige Ohren . . .); -mëschen trans./ refl. Verb.: «beimischen»; -paken trans. Verb.: «hinzupacken»; -saz M.: 1) «Person, an welche in Ermangelung von Kindern das Stammgut vererbt wird» — B. (auch: Bäistouss) maachen (eine Person in Ermangelung von Nachkommen als Erben einsetzen); 2) bes. Bed.: «eingeheiratete Person» — en as Bäisaz; 3) beim Kegelspiel: «Einsatz nach dem Rampo» (s. d.); -schären trans./ intr. Verb.: 1) urspr.: «bei-, hinzuscharren»; 2) übtr.: «heimlich jem. aus der Familie mit Geld oder sonstwie unterstützen» (s. -drécken, -stoussen); -schmalzen, -schmieren, -schwätzen (sech) refl. Verb.: «sich einschmeicheln», davon die Substantive: -schmalzer(t), -schmierer(t), -schwätzer(t) (die beiden ersten bes. häufig in der Pennälerspr.); -setzen trans. Verb.: 1) «hinzusetzen», bes. in der Pennälerspr.: «zu dem Resultat Punkte beisetzen» — en huet bäigesat kritt (ebenso vom Arbeitslohn); 2) «abstellen», z. B.: den Uewe b. (dafür auch: zou-); -siichteg Adj.: «kurzsichtig»; -siichtegkät, -keet F.: «Kurzsichtigkeit»; -spill (ebenso häufig, ans Hd. angelehnt: Beispill) N.; -sprangen intr. Verb.: «helfen»; -stand M.: lediglich in den Raa.: engem B. dun (Hilfe leisten) — sengem Numm B. dun (das tun, was der Name besagt); -steier F.: «Beisteuer»; -steieren trans./intr. Verb.: «beisteuern»; -stoen intr. Verb.: «beistehen» — Herrgott, stéi mer bäi!; -stoussen trans. Verb.: 1) (die Türe) «anlehnen»; 2) «heimlich schenken» (s. -drécken, -schären); -won M.: «zweiter Wagen zur Aushilfe»; -worf M. = -luecht; -wuess M.: «Zuwachs» = die durch den Jahrring (Rondel) am Baume unter der Rinde gebildete Holzmasse, die sich an die bereits vorhandenen Jahrringe (Vorrat) ansetzt; -wunnen intr. Verb.: «beiwohnen» (Lehnübs.); -zéien trans. Verb.: 1) (die Türe) «zuziehen»; 2) «an sich ziehen» bes. in der Ra.: de Schwanz b.; 3) «hinzurechnen» — e krut Punkte bäigezunn (es wurden ihm Punkte hinzugerechnet); -zielen trans. Verb.: «hinzuzählen, -rechnen».
 
Bäichel (dafür lok. auch:

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

© 2010 - Projekt LexicoLux des Laboratoire de linguistique et de littératures luxembourgeoises der Universität Luxemburg, in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier
Hinweis zum problematischen Wortgut