LWB Luxemburger Wörterbuch
 
Brout- bis Broutziedel (Bd. 1, Sp. 159a bis 160a)
 
Brout-: -béier M.: «Obergäriges Bier»; -dag M.: in den Raa.: all B. «jeden Tag» — all gudde B. (Festund Feiertag) — d'Kanner kommen all gudde B. häm (oder: wann d'Klacken e wéineg méi haart lauden — die Kinder kommen an jedem Festtag ins Elternhaus); -damp M.: «Sauerteig» (s. Däässem); -dar F.: «Brotdarre, die Hitze, welche nach Herausnahme des Brotes noch im Backofen ist und zum Dörren von Obst (Zwetschen, Birnen) benutzt wird»; -dar M.: eigtl.: «Brotdorn» in der Ra.: du kriss de B. nach ausgerappt (ausgezunn — dir wird noch am Brot abgebrochen werden, im Hinblick auf magere Jahre) — s. auch -zant; bisw.: da's emol e B. «Kind, das viel Brot ißt»; -däg, -deeg M.: «Brotteig» (im Ggs. zum Kuchendäg); -déier N.: «Brotkäfer, annobium paniceum»; -déif M.: «jem. der einem Mitmenschen um sein Brot bringt»; -frësser M.: 1) «jem. (bes. Kind), der gerne Brot ißt»; 2) «grüner Gartenlaufkäfer»; 3) spaßh. für Professer «Professor» (Volksdeutung); -fruucht F.: «Brotgetreide» (Roggen, Weizen, oder Mischelfrucht); -gestell N.: «Brotschragen» (s. auch: -hänk, -räf); -gaass F.: in der Ra.: elo rabbelt et an der B. (jetzt wirst du gezüchtigt); -gewënner M.: «derjenige, der im Hause für den Unterhalt der Familie sorgt» (häufig auch iron. gebraucht); -grimmel F.: «Brotkrume»; -hänk F.: «hängendes Gestell, auf dem das Brot aufbewahrt wird» (häufig im Keller unter dem Gewölbe angebracht, damit das Brot määss weich bleibe); -här M.: «Arbeitgeber»; -jong M.: 1) «Jugendlicher, der das Brot austrägt»; 2) «jem. der sein Brot nicht verdient»; 3) spaßh.: «Sohn, der viel ißt»; -kaart F.: «Brotrationierungskarte»; -kar, -kuer N.: eigtl. «Brotkorn» — s. -fruucht; -këscht F.: «Brotkasten»; -kuerbel F.: «Brotbackkorb»; -kuerf M.: «Brotkorb» — du kriss de B. méi héich gehaang (dir wird am Essen abgebrochen werden); -messer N.; -miel N.: «Mehl zum Brotbacken» (nicht etwa zu Kuchenteig oder Feingebäck); -mull F.: «Brotmulde, Backtrog» (zugleich mit Tischplatte versehen); -näid M.: «Brotneid»; -proféit M.: «jem. der zu seinem Vorteil spricht»; -räf (Wb. 06: -rief) M.: = -gestell, -hänk (s. d.); -ruecht M.: «Laib Brot»; -rumm M.: «Rahmen zum Aufbewahren des Brotes»; -sak M.: «Bettelsack» — engem de B. unhänken (= een em säi B. bréngen — jem. um seine Stelle bringen); -schaf M.: «Brotschrank» —hie wääss de Wee zum B. (er ist Hausfreund); -schank M.: «Brotschrank» [Bd. 1, S. 160]weil nicht mehr verstanden, häufiger F. (so Wb. 06): krank an der (älter: dem) B. «arm, arbeitslos, erwerbsunfähig» (Wb. 06 erklärt: «Brotknochen, ein nicht bezeichneter Körperknochen, der als Erwerbsorgan gedacht wird»); -schéiss F.: «große, runde Ofenschaufel mit langem Stiel, um die Teiglaibe in den Backofen zu schieben» — du hues eng mat der B. kritt (du bist geistig nicht normal) — e rappt de Mond op, 't könnt ee mat der B. dra rennen; -schwamp M.: «Pilz in der Backmulde»; -stamper, -stamber Adj.: eigtl.: «brotstandbar» — wenn ein Junge einen Stoß gegen die Brust aushält, ohne zu wanken, heißt es, er sei b. (auch: e Brout wäärt «ein Brot wert»); -verdéngscht M.: «Brotverdienst»; -weenchen M.: «Brottransportwägelchen» (auch: -käärchen F.: «Karren»); -zant M.: «Brotzahn», etwa in der Ra.: am Krich konnte mer eis de B. ausrappen (cf. auch: -dar M.); -ziedel M.: «Brotzettel» — Zeugnis, oder Diplom (meist Abgangsdiplom einer höheren Lehranstalt), das zum Broterwerb berechtigt;

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

© 2010 - Projekt LexicoLux des Laboratoire de linguistique et de littératures luxembourgeoises der Universität Luxemburg, in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier
Hinweis zum problematischen Wortgut