| -kinneksguttnuecht F.: «Nacht zum Dreikönigstag» (mit abendlichem Festmahl, wobei besonders Schweinefleisch gegessen wird); -kinneksowend M.: «Vorabend (Vigilie) zum Dreikönigstag»; -maaster M.: «Dreimaster», Hut mit drei Spitzen, frz. tricorne; -männerwäin M.: «saurer Wein» (Vianden); -mol Adv.: «dreimal» — fir näischt an d. näischt (ohne jede Ursache) — d. as göttlech, véiermol as spëttlech; -pänzert M.: «dickleibiger Mensch»; -penneg Adj.: «dreipfündig» — en dräipënnegt Brout; -schäfteg Adj.: «dreizwirnig»; -schëppeg Adj.: «(Hut) mit drei Schirmen» — auch Flurund Waldname; -schlag M.: «Dreischlag» (beim Dreschen mit dem Flegel); -schléif(e)reg Adj.: «dreischläfrig» — en d. Bett; -spänneg Adj.: 1) «dreispännig» (fahren); 2) von einem großen Glas Branntwein — eng d. (Drëpp), auch Stämetzesch Drëpp s. Dräistempel; -spänner M.: 1) «Dreigespann»; 2) «Bauer» (mit Dreigespann); -spëtz I M.: zur Bezeichnung eines dreieckigen Feldes oder Waldes; -spëtz(t) II F.: Art Schuhnagel für grobes Schuhwerk; -stäckeg Adj.: «dreistöckig»; -stéckerches Adj.: von einer weißen, mit Knöpfen und farbigen Bändern besetzten Tüllhaube, auch: -gestéckert; -steiweg Adj.: 1) «dreibeinig»; 2) «unbeholfen, plump» — do stoen ewéi en dräisteiwegt Fierkel; -stëmmeg Adj.: «dreistimmig»; -stempel M.: 1) «dreibeiniger Schmiedeschemel»; 2) Name eines Merkbaumes mit 3 Stämmen bei Munshausen, der heute verschwunden ist, durch Blitzstrahl zerstört; 3) «großes Glas Branntwein» s. dräispänneg; -véiërels Adv.: «dreiviertel» — am dräivéierels Takt — en as nëmmen d. gebak (von einem schwächlichen (auch im Geist) Menschen); -zack M.: «Karst mit 3 Spitzen»; -zäppeg Adj.: «dreizapfig»; -zeep (lok. Echt.) Flurn. «Dreizipfel», Waldparzelle (Echternacherbrück); — -zëlleg Adj.: «drei Zoll lang» — dräizëlleg [Bd. 1, S. 223] Neel; -zéng Num.: «dreizehn» — Nösl.: drëckzéin = Unglückszahl. — Wenn d. zu Tisch sitzen, stirbt binnen Jahresfrist derjenige, der unter dem Spiegel sitzt — d. grued si loossen (sehr versöhnlich, verträglich sein) — d. fir d'Dosen (s. Bäckesch, Rëmreger, Sierker Dosen) — den dräizingten op d'Welt kom sin (ein Pechvogel sein — s. Appostel).
dräineg Adj.: «faul» — Wb. 06.
drämen, dremen intr. Verb.: «träumen» — dat do hat ech mer nët gedräämt — um hellen Dag d.
Drämert M.: «Träumer, Faulpelz», dazu: Drämesch F.: «Träumerin».
Dränk F.: 1) «Viehtränke» — d'Véi op d'D. dreiwen; 2) «Gelegenheit, bei welcher jemand viel zum besten gibt (Wahlmanöver)».
dränken trans. Verb.: 1) «tränken, zur Tränke führen»; 2) «zum besten geben» — Ra. (Echt.): Wen se dränkt, dem säin se zougedoun — deen dränkt, bei deem et klénkt; 3) «tränken» (von Stoffen z. B.) — de Mantel as mat gät gedränkt firr dat e . . . (Ösl.).
dräseg Adj. — s. dréiseg.
Dräsert M.: «Verschlafener Mensch» — s. Drasi.
Drätzel (lok. Echt.) F.: «kräftiges Frauenzimmer».
dréchen, drëchen Adj.: «trocken» — Spw.: En d. Jor micht kän Deirecht (bréngt allerhand Verenerongen beim Gedéiesch, Echt.) — Raa.: D. ewéi e Schwiewelspoun, wéi Ros (in der Wabe), wéi en Nosskär, wéi Stëps, wéi en Niklosaasch — en huet kän d. Fuedem un sech — E Kand d. leën — Mer hun de Wiirt d. gedronk — Nët d. hannert den Oueren sin (von Halbwüchsigen) — En d. Kärel, där Drechener än (langweiliger Mensch, auch für einen, der nur gelegentl. ein Witzwort einwirft) — e kënnt esou d. dermat gefaren (von jemand, der eine Bemerkung macht, die darum als Witz wirkt, weil man es von ihm nicht erwartet) — Eng d. Liewer hun (von einem Trinker) — Ech sin op d. Land (meine Schulden sind bezahlt) — Um dréchene sëtzen (mittellos sein).
Dréche(n)- / dréche(n)-: -faul Adj.: «trocken-faul» d. h. ausgedörrt durch den Sauerwurm (z. B. bei Kartoffeln, Trauben); -haischen (-sç-/-sən) N.: «Räucherkammer» — s. Flääsch-, Speckhaischen; -kummer F.: «Trockenkammer»; -späicher M.: «Trockenspeicher». | |