LWB Luxemburger Wörterbuch
 
Dribsal bis Drorimm (Bd. 1, Sp. 228a bis 229a)
 
Dribsal F.: «Trübsal» nur in der Verbindung: D. op den Noute blosen.
 
dribseg, driibsig Adj.: «trübsinnig» — e kuckt esou d. dran — en dribsegt Wieder — wann d'Henger d. sin, da gin se kappott.
 
dribséilig Adj.: «trübselig, armselig» s. d. vor. — en aremen, dribséiligen Kärel.
 
Dribséilegkät, Dribsilligkät F.: «Armseligkeit» — voa lauter Dr. nët op de Bän halen (Echt.).
 
Driff M.: «Trieb, Antrieb» — s. Draff — en huet den D. zu näischt, 't as kän D. un him, en huet kän D. u sich (er hat keine Energie).
 
Driicht F.: «Rasenweg, auf dem das Vieh getrieben wird, Trift» — s. Weidwee — häufig. Flurn.; Zuss.: Driichtrecht N.: «Passagerecht des Viehes» — Driichterbiren Pl.: «die auf die D. gefallenen Birnen» (In den meisten Dörfern, besonders im Ösling, wurden früher ein oder zwei große und breite Feldwege liegen gelassen, um die Herden (Rindvieh, Schafe), ohne die angrenzenden Felder zu beschädigen, auszutreiben. An den Rändern dieser Wege (Driicht) wurden von den Eigentümern der anstoßenden Felder hauptsächlich Birnbäume angepflanzt. Alle Birnen, die auf die Driicht fielen, wurden von jung und alt als Gemeingut, weil auf Gemeindeeigentum liegend, aufgelesen. Daher der Name).
 
Dril M.: «Triel, Erdbracher» Burhinus oedicnemus oedicnemus (Vogelart).
 
Drill M.: «Drill» — preisischen D. (preußischer Drill) — en huet kän D. (ist schlecht erzogen).
 
drillen trans. Verb.: «drillen» — 1) einüben, schinden — d'Zaldoten si gutt gedrillt; 2) mit der Maschine in Reihen säen.
 
Driller M. (auch Drillmaschinn): «Maschine zur Reihensaat».
 
Drilles M.: «unbesonnener Mensch» cf. Drëps-, auch Drëlles, Trulles.
 
Drilling M.: 1) «Drilling»; 2) «dreiläufige Flinte».
 
Drillmaschinn F.: s. Driller.
 
Drimm(chen) F.: «die Menge Kaffee, die der Behälter der Kaffeemühle beim Mahlen auf einmal faßt.»
 
drimmen trans. Verb.: «quer zweiteilen» — s. drummen — e Stéck Land d.
 
Dripp I M.: «Getriebe» (Uhrmacherspr. bes. für die Achsen).
 
Dripp II M.: «Trieb» (an einer Maschine).
 
drippeg s. draupeg.
 
Dripp(e)ler M.: «Tripper» s. Tripper.
 
drischelen (Osten) I trans. Verb. s. dréischelen «drechseln».
 
drischelen (Osten) II trans. Verb.: «fein einfädeln» = eppes ronn bréngen — s. dréischelen «deichseln».
 
Drischler M.: «Drechsler».
 
Dritzel M.: «langweiliger Mensch» s. Drizel, Lawemang.
 
dritzen, drizen, dritzelen (Osten) s. tritzen.
 
driweléieren s. triweléieren.
 
driwelen s. triwelen.
 
driw(w)er Adv.: «darüber, drüber» — 't si schons 2 Méint, (10 Minutten) d. (schon 2 Monate (10 Minuten) über den Zeitpunkt) — lee et d. — laf nët d. — fuer nach eng Kéier mat der Eet (Egge) d. (Ösling) — géi nach eng Kéier d. (vom Wiederholen jeder Tätigkeit, z. B.: überlies es noch einmal, streue noch einmal Kunstdünger übers Feld usw.) — d. entschlofen — sech d. iergeren — 't as (geet) näischt d. (es geht nichts drüber, auch mit dem Zusatz: wéi dat wat drënner as) — d. an d. (= d. an drënner, durcheinander) — mach d'Kreiz d. (mach dir keine Sorgen über den Verlust, sieh [Bd. 1, S. 229] die Sache als verloren an) — d. ewech goen (etwas nicht bemerken wollen).
 
Drizel s. Dritzel.
 
Dro (Ösl. auch: Drooch, dro:ç) F.: 1) «Tragriemen»; 2) «Strangleder des angeschirrten Pferdes»; 3) «Tragbahre»; 4) «Kettenabteilung von vierzig Fäden» (Gang); 5) «soviel man auf einmal tragen kann» Wb. 06 s. Droëcht.
 
Dro-: -bam M.: 1) «Tragbaum» (Holzstück mit eisernen Haken zum Befördern von leeren Fässern); 2) «Träger» (Drechslersprache); -band N.: 1) «Tragband»; 2) «Hängeeisen» (Schlossersprache); -bei F.: «Arbeitsbiene»; -bier F.: «Tragbahre» — en as dem Äfalt vun der D. (aus der Hatt) gefall (er ist sehr dumm); -dunn F.: 1) «Stützbalken, Unterzug» (Balken, der unter einen andern gezogen wird, Zimmermannssprache) s. Ënnerzuch; 2) «Querbalken»; 3) «Torriegel» (Ga.); 4) «Blattstück» (Ga.); -patt F. Pl.: -en: «Fruchtknospe;» -rimm M.: «Tragriemen»;

 

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