LWB Luxemburger Wörterbuch
 
dusemang, duussemang, duseme bis Duzkamerod (Bd. 1, Sp. 244a bis 245b)
 
dusemang, duussemang, duseme Adv.: «gemütlich, langsam» — auch als Subst. gebraucht — de Papp as esu en Dusemang (zu gut, nachsichtig).
 
Duska Eigenname: Duskas Méchel, Spielmann und Versemacher, der Klarinette, Hoboe und Dudelsack spielen konnte, ein Nachfolger des blannen Theis — s. blann 1.
 
dusseg, duusseg Adv.: «sanft, sacht».
 
Dussërs. Douceur.
 
Dussi, Doucin (Ton: 1) F.: «gemeiner Apfelbaum» — frz. doucin.
 
Dutsamen M.: «Schwächling» (Echt.).
 
Dutswitt M.: «Diarrhöe» (frz. tout de suite).
 
dutzen trans. V.: 1) «stossen»; 2) beim Zwickkartenspiel «dutzt» der Geber; er sagt: a gedutzt, ehe er die letzte Karte umdreht, die Trumpf ist, und die er austauschen kann; erhält er keinen Stich, so zahlt er die Strafe doppelt (die Beet s. d.); er kann sich aber des Spieles enthalten und zahlt dann die Beet nur einmal.
 
Duucht F.: 1) «Eigenschaft, Wirkung» — Gutt veraarbecht, wuel gebessert, Dann dät d'Feld dir all seng D. (Rod. Léiw.) — d'Mëttel huet seng D. gedon (das Mittel hat gewirkt); 2) «Untugend, Eigenart, Angewohnheit» — das seiner Duuchten än (Echt. — das ist eine seiner Eigenschaften) s. Dugent.
 
Duusch F.: «Hummel» (Übersyren) s. Duschebei, Bommel.
 
Duuscht (s. Ltb. 47 — Südosten: 'dorəSt, 'duərSt, 'do:ərSt) M.: 1) «Durst» — de gudden Duerscht! — än huet den D., deen aneren de Béier, deen aneren d'Geld — en huet e gesonden D. (er ist ein fester Trinker) — en huet e Patt iwer den D. gedronk (er ist leicht angetrunken) — 't as en éiwegen D. auch: den D. dät him ëmmer déck (er ist immer durstig) — e léisst sech kän D. zu Schane goën (er benutzt jede Gelegenheit um zu trinken) — wann ä sengem D. no kënnt drénken, da géif än eng Bidde voll drénken (da géif än de Millendäich ausdrénken) — en huet en Duerscht, 't giwwen der zwéin (Mosel); 2) in der Ra.: am D. sin: a. «bei gemeinschaftlicher Arbeit nicht nachkommen», auch am Jon nët nokommen — b. «bei einer Hochzeit ohne Dame sein» — beim dörflichen Hochzeitszug schenkte einer der Teilnehmer, der im D. war, unterwegs Branntwein aus; 3) «Tropf» — 't as en aarmen D. — du aarmen D. do!
 
Duuschtel M.: «Tür- oder Fenstersturz» (Wb. 06) heute allg. «Türeinrahmung» — s. Diischelt, Tiischelt — vrun 80 Joer haten vill Haiser nach hëlzen Duuschelter.
 
duuscht(e)reg, duuschteg, duerschtereg, duuschtrig Adj.: «durstig» — 't as duuschtreg(t) Wieder (Durst machendes Wetter) — ech sin hongereg; Antwort: leck Salz, da gës de d.! — de Bann as duuschtereg (nach langer Trockenheit).
 
duusi, duussi! (Kinderspr.) Interj.: «sanft, sachte».
 
duusss. dus.
 
Duxall (Ton: 1) DoxallM.: 1) «Emporbühne in der Kirche»; 2) «Hinterteil» (spaßh.) — dee krut den D. mol gutt gestëpst (er wurde fest durchgeprügelt, es wurde ihm ein derber Verweis gegeben) — s. Jickel, Zénkel, Juck. [Bd. 1, S. 245]
 
duzen, dauzen trans. V.: 1) «duzen» — Wenn der mit «du» Angeredete sich dadurch beleidigt fühlt, dann antwortet er: Mer hun d'Schwäin nët maddenän gehitt; 2) «unverblümt die Wahrheit sagen, einen schroffen Verweis geben.»
 
Duz-: -frënd M.: «Busenfreund»; -fouss M.: «Duzfuß» in der Ra.: op D. stoen (sich duzen, gut befreundet sein); -kamerod M.: «Duzbruder». [Bd. 1, S. 247]

 

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