LWB Luxemburger Wörterbuch
 
vertrëllen bis verwanteren (Bd. 1, Sp. 357b bis 358b)
 
vertrëllen Verb.: «verkommen» — se loossen alles v. an deem Haus.
 
vertrëmmelen s. verkuerbelen.
 
vertrëmpelen trans. Verb.: = erwiergen sub 2 (cf. auch verstempelen).
 
vertrentelen (lok. vertrendelen, vertrantelen) trans. Verb.: «vertrödeln» (die Zeit) — elo hu mer jo den Zuch vertrentelt.
 
vertrëppelen Verb.: 1) trans.: «zertreten» (cf. verdämmelen); 2) refl.: «sich irren» (in Wort oder Tat) — du hues dech nammel al vertrëppelt.
 
vertrewen trans. Verb.: «unsicher machen, verwirren» (cf. verdriewen).
 
vertrieden Verb.: 1) trans.: «ersetzen, vertreten» — hie vertrëtt d'Land um Kongress; 2) refl.: a. eigtl.: «falsch treten, einen Fehltritt tun» — ech hu mer de Fouss vertrueden, vertratt; b. übtr.: «sich irren, daneben benehmen» — en hat sech al vertratt déi Kéier (s. vertrëppelen).
 
vertriw(w)elen trans. Verb.: «durch Übermaß von Hantieren verderben».
 
vertriw(w)eléieren trans. Verb.: s. verkuerbelen.
 
vertrub(be)l(éier)en trans. Verb.: «verwirren, stören».
 
vertrud(d)elen trans. Verb. 1) «vertrödeln»; 2) «auffällig, sorglos anziehen» — wéi bas de vertruddelt!
 
vertud(d)elen refl. Verb.: «sich verreden, verplappern».
 
vertuffen, vertuschen trans. Verb.: «vertuschen, verheimlichen».
 
vertusselt (lok.) Verbadj.: «verwirrt». [Bd. 1, S. 358]
 
vertuten trans. Verb.: «vertrinken».
 
Veruecht M.: «Verachtung, Verruf» — en as am V. beim (oder de V. vum) ganzen Duerf.
 
veruechten trans. Verb.: «verachten».
 
veruerden(éier)en trans. Verb.: s. verordenéieren.
 
veruerschen tr./intr. Verb.: «schmutzig machen, werden» — e knaschtegt, veruersch(t)ent Déngen.
 
veruertelen (-/u·ərtələn) trans. Verb.: «verurteilen».
 
verukënnegen (-echen) trans. Verb.: «ankündigen».
 
verursaachen trans. Verb.: «verursachen».
 
verustiichten, verustiw(w)elen trans. Verb.: «anstiften, anrichten» (pejor.).
 
veruzen trans. Verb.: «verulken».
 
verwaarden Verb.: 1) trans. «abwarten» — e konnt d'Zäit nët v.; 2) refl.: «die günstige Zeit verpassen» (bes. Nösl.) — ich ha mich verwaart firr deen Handel ze man; 3) verwaart sin «gefaßt sein» — ech war nët drop verwaart.
 
verwackelen trans. Verb.: «verwakkeln, durch Wackeln verderben» (Foto).
 
verwalen I intr. Verb.: «nicht mehr kochen» (vom Wasser).
 
verwalen II, meist: verwallen trans. Verb.: 1) «verwirren» — en as ganz verwallt; 2) «verscheuchen».
 
Verwal(l)ong, Verwall(e)gen F.: «Verwirrung» — d'Hong as an enger V. ënnert den Auto gelaf.
 
verwalten trans. Verb.: wie hd.; Abl.: Verwaltung, -ong F. (cf. Administratioun), Verwalter M.
 
verwam(më)schen (Echt.: verwammichen) trans. Verb.: «durchprügeln».
 
verwandelen trans. Verb.: «verwandeln»; Abl.: Verwandelong F. — Folkl.: Hexen und Hexenmeister können sich in Tiere und Sachen verwandeln. Hexen erscheinen meist als Katzen und Hasen, Hexenmeister als Wölfe. Verwundung des Tieres (durch silberne oder gesegnete Kugel) zieht Rückverwandlung in menschliche Gestalt nach sich, wobei die erlittenen Wunden sichtbar bleiben oder das abgehauene Glied fehlt. Um Vorübergehenden einen Schabernack zu spielen, verwandeln Hexenmeister sich in Baumstämme oder Faschinen. Gehängt, verwandelt der Hexenmeister sich in ein Bund Stroh, was dadurch verhindert werden kann, daß man ihn nicht den Erdboden berühren läßt (ihm den Zaubergürtel abnimmt), wenn er zum Galgen geführt wird. Die Verwandlung von verfolgten Geistlichen und Dieben in Bäume u. Sträucher, wodurch sie sich ihren Häschern entziehen, ist wohl nur als Blendzauber, nicht als echte Verwandlung aufzufassen.
 
verwandt Adj.: wie hd. — dafür alt: befrënt, gefrënt (s. d.); Abl.: Verwandtschaft F. (cf. Familjen).
 
verwannen I (zu Wand) trans./intr. Verb.: «im Winde trocknen» — d'Wäsch as verwandt (die Wäsche ist an der Leine schon nahezu getrocknet), dafür Nösl.: verwannigt.
 
verwannen II trans.: «verwinden, über sich bringen» — ech kann déi Schmot nët v. (auch: verquëssen — s. d.) — en huet et haut nach nët verwonnen.
 
verwanteren intr. Verb.: «überwintern».

 

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