LWB Luxemburger Wörterbuch
 
Fräifaartsschäin bis fräséieren (Bd. 1, Sp. 409a bis 409b)
 
-faartsschäin M.: «Freifahrtschein auf der Eisenbahn»; -froen refl. Verb.: «Urlaub anfragen» — ech froë mer an der Schoul (vum Déngscht, vum Militär) f.; -geescht M.: «Freigeist»; -gin trans./intr. Verb.: 1) «Urlaub geben» — de Chef huet mer fir d'Begriefnes f.; 2) «ausliefern, zur Verfügung stellen» — si gin d'Läich nach nët fräi; -halen trans. Verb. = zierfräi halen; -hät F.: «Freiheit»; -huelen refl. Verb.: «sich vom Dienst abmelden»; -hun intr. Verb.: «schul-, dienstfrei sein»; -kaart F. s. Billet; -käppchen M.: «Briefmarke» — s. -mark; -kéngelech s. -zou; -kommen intr. Verb.: «freigesprochen werden»; -kréien trans./intr. Verb.: 1) «einen Freispruch, eine Haftentlassung erwirken»; 2) «Urlaub erhalten»; -loossen trans. Verb.: «aus der Haft entlassen, nicht in Haft nehmen»; -maachen Verb.: 1) trans. «frankieren» — de Bréif as nët richteg fräigemat (s. frankéieren); 2) trans.: «Raum schaffen»; 3) refl.: «sich befreien, loslösen» — ech hu mech fir deen Dag fräigemat (von der Arbeit befreit); -mark F.: «Briefmarke» — s. Tiber, Käppchen; -mau(er)er M.: «Freimaurer»; Abl.: Fräimau(r)erei F.: 1) «Freimaurertum»; 2) übtr.: «geheimnisvolles Tun» (veraltet); -meieschschlässer, -mauesch- N. Pl.: alte Mauerreste in den Feulener Hecken, der Sage nach frühere Wichtelwohnungen (die Übertragung auf die Freimaurer erfolgte möglicherweise über die Tempelherren, die in dem Ettelbrück-Diekircher Raum mit den Wichteln gleichgesetzt wurden); -plaz F.: «Freistelle»; -schwammen refl. Verb.: «sich freischwimmen»; dazu Fräischwëmmer M.: «jem. der sich freigeschwommen hat»; -setzen trans. Verb.: «Raum zur Verfügung stellen» — setz mech fräi an ech droe fir dräi (seet de Bam); -sin intr. Verb.: «beurlaubt sein, Freizeit haben»; -spriechen trans. Verb.: «freisprechen»; -stoën intr. Verb.: «frei stehen, nicht angebaut sein» (von Gebäuden); -wëlleg Adj.: «freiwillig»; substantivisch: Fräiwëlleger Pl. M.: «Angehörige der früheren Freiwilligenkompagnie»; -wëssen refl. Verb.: «sich frei (von Schuld) wissen» — e weess sech nët fräi — e weess sech f. vun allem (ohne jegliche Schuld); -zou Adv.: «mit ruhigem Gewissen» — de kanns f. 100 Frang reechnen (Echt.) — dafür Ga.: fräikéngelech Adv.: «kühn, ohne Bedenken».
 
Frällen ON.: «Freilingen, Freylange», bei Arlon — B 32.
 
Fräl(l)en N.: «adliges Fräulein» (z. B. noch Ende des XIX. Jhs. für Frl. de Reinach, in Heisdorf, belegt).
 
Frälensbësch M.: Waldname in den Noumer Läen.
 
Frän, Freen F. = Fraang (s. d.).
 
Fränsch, Fränjhel F.: «Franse, Troddel» — en huet sech (d') Fränjhelen em d'Maul geschwat — ried der dach de Mond nët a Fränjhelen; dazu das intr. Verb.: fränjhelen «Fransen bilden».
 
Fränsch M.: «gewöhnliche weiße Weintraube» (Rebe), meist Rhäifränsch oder Elbling.
 
Fränzeli M.: «Fuß» — (Ammenspr.) — Lee de F. eraan — s. Franz.
 
Fräsbir F.: «Birnensorte».
 
fräséieren (frëséieren),

 

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