LWB Luxemburger Wörterbuch
 
Gold- bis Goldstär (Bd. 2, Sp. 68a bis 68b)
 
Gold- -aarbechter F.: «Goldarbeiter»; -ammer F. (nur lok. Echt.) in der Ra.: fru wi en G. (wobei wohl an das Gold der ersten Silbe angespielt wird) — cf. dagegen Gielemännchen; -apel M.: meist dafür -parmäin M. (s. d.); -bierg M.: «Goldberg» — häufig als Flurn. (so z. B. bei Kehlen, Weinberglage bei Stadtbredimus); -blietchen N.: «Goldblättchen», früher gewissen Arzneiflüssigkeiten zugesetzt; -blumm F.: «gelbweißes Ruhrkraut»; -buttik M.: «Goldwarengeschäft» — 't huet erëm de ganze G. u sech (von einem Dorfmädchen, das seinen ganzen Schmuck trägt); -faarf F.: «goldähnliche Farbe»; -fanger M.: «Ringfinger» — andere Namen dafür sub Fanger (T. I/S. 302, 2. Kol.); -feier N. = Geldfeier (s. d.); -fësch M.: 1) «Goldfisch»; 2) «reiches Mädchen» — hien huet de G. gefaang (hat ein reiches Mädchen heimgeführt); -villchen, -käppchen M.: «Distelfink, Carduelis» (auch dafür: -schmatt, Dëschteldiitchen, -villchen); -fra, -frächen F.: der Sage nach schatzhütende, in die Goldkaul verwünschte Schlangenjungfrau; -fralä, (-lee) F.: «Felsen bei Consdorf» (cf. Lä, Lee); hier hält sich nach der Sage eine goldspinnende Fee auf; -frang M.: «Goldfranken»; -giel (golde-, golte-) Adj.: «goldgelb»; -griecht, -grouf, -kaul F.: 1) «Goldgrube» — häufig als Flurn., wohl meist in Verbindung mit sporadischen Schwefelkiesvorkommen, lok. Sagen zufolge Aufenthaltsort der Goldfra (s. d.); 2) «gutgehendes Geschäft» (in dieser Bed. nur -grouf); -int F.: «Gänsesäger, Mergus merganser» (Vogel); -käppchen M.: «Distelfink»; -koup M.: «Goldhaufen» — ech wëllt, e séiz op engem G. (Verwünschung eines Geizigen, Geldgierigen) — datt s de nëmmen op e G. fléigs (ähnlich — auch zu Sachen, die einem aus der Hand fallen); -kummer F.: «Schatzkammer» — z. B.: dem Grof Sigfrid séng G.; -lach N.: «alte Bezeichnung für das 1806 in der Unterstadt Grund erbaute Gefängnis» (Wb. 06: «der erste Inhaftierte hieß im Volksmund de Goldmetzeler d. h. der reiche Metzger» — Ga.: «den Namen hat es von seinem ersten Bewohner, einem Handelsmann, der immer das Wort Gold im Munde führte»); -makréil F.: «Goldnase» (Fisch); -märel F.: «Pirol, Oriolus»; -méck F.: 1) «gemeine Goldfliege»; 2) Bezeichnung für verschiedene Käferarten wie Goldkäfer, Rosenkäfer, Sandkäfer; -mënsch M.: «herzensguter Mensch»; -mouk F.: «Goldversteck»; -parmä(i)n F.: «Goldapfel»; -reen M.: «Goldregen» (Pflanze); -réis-chen F.: «gemeines Sonnenröschen»; -schaum M.: «Schlaggold, dünnes Metallblättchen zum Vergolden» — dafür auch Pallett F. (zu frz. paillette); -schaz M.: «Goldschatz»; -schlaang F. in der Ra.: wann een d'G. emol féint (déit fannen usw. — «Goldschlange» = Hüterin verborgener Schätze), da misst een nach de Courage hun, hir de gëlle Rank mam Monn aus der Maul ze huelen (wie es in den Märchen heißt); -schlëffer M.: «Goldkäfer, Cetonia aurata» — auch: Gëllewibbel; -schmatt M.: 1) «Goldschmied, Goldarbeiter»; 2) «Distelfink» (s. auch: -villchen); 3) «Goldschmied »(Käfer) (in dieser Bed. lok. auch als -schmack, -wibbel belegt); -schnëtt M.: «vergoldeter Blattschnitt» (etwa an Gebetbüchern); -stär M.: «Goldstern» (Pflanze);

 

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