LWB Luxemburger Wörterbuch
 
Holz- bis Holzwoll (Bd. 2, Sp. 168a bis 168b)
 
Holz- -apel M.: «Holz-, Sauerapfel» (kleiner, harter Apfel, der zur Herstellung von Viz oder Essig verwertet wird); -äsch(en) F.: «Holzasche» — bes. beim Bauchen (s. d.) verwendet (cf. auch Äschduch), früher auch zum Düngen im Gemüsegarten und zum Putzen von Metallgegenständen; -blumm F.: «Windröschen, Anemone nemorosa» (zu Holz sub 4); -bock M.: 1) «Sägebock» — Kinderlied: H., Deckel drop, Schwäistallsdir, hannen a vir usw.; 2) «Borkenkäfer»; -buer N.: «Holzbohrer»; -esseg M.: «Holzessig» — Volksmedizin: H. gët geholl géint d'Duerchschauteren a géint Onggeziw(w)er om Kapp; -faarf F.: «Farbe des Holzes» — d'Dir gët an H. gemat; -faart F.: 1) «Fuhrweg im Walde»; 2) «Holztransport»; -handel M.: «Holzhandel, Holzhandlung»; -hatt F.: 1) «Hotte aus Holzdauben» (Mosel) auch Dännenhatt; 2) «Gestell zum Tragen des fertigen Brennholzes auf dem Rücken»; -hä F.: «dicker Holzhammer» — e Kapp wéi eng H. (zunächst: dicker, kantiger Schädel; übtr.: Dick-, Brummschädel) — s. Bëschhä I S. 134; -häer M.: «Holzhacker» — dafür auch: Coupenhäer (spaßh. in beiden Fällen auch -här); -händeler M.: «Holzhändler»; -hummer M.: «hölzener Hammer» — auch: hëlzen(en) Hummer; diente früher in trockenen Jahren zum Zerkleinern der Schollen; -këscht F.: «Brennholzkasten (beim Herd, Ofen)» — dagegen: hëlze Këscht (Kiste aus Holz); Ra.: du bas Här an der H. (im Gegs. zu: Här am Haus); -kluef M.: «Bolzen aus Holz» — auch: hëlze(ne) Kluef; -knuet M.: 1) «dickes, hartes Stück Holz. Wurzelende»; 2) spaßh. übtr.: «Schreiner» (so etwa in Dicks' Kiirmesgäscht) — «Holzhändler»; -kummer F., in der Ra.: Professer voan der Holzkoamer (Echt.) — auch sonst: Huwwelbänk «unbedeutender, unwissender Kerl» (wenn sich jem. den Titel Professor ohne Berechtigung zulegt); -koup M.: «Vorrat an fertigem Brennholz»; -kuel M. (auch F.): «Holzkohle» — dafür auch: ausse Kuelen (cf. aus I/39), bisw. hëlze Kuelen — bréng e Pak Holzekuele mat fir d'Feier unzefänken, fir an d'Streckeisen; -mann M.: «Brennholzlieferant der Bürger» — ech hu mäin H. zu Lëntgen; -mannsgold N.: «wilde Butte, Rosa canina»; -männchen M.: «Kellerhals, Seidelbast, Daphne mezereum» — dafür auch: Fech-, Fiichten-, Täschholz, Mäerzblumm, -hëlzchen; -mued M.: 1) «Holzwurm»; 2) «Made» (in holzartiger Kapsel — von Anglern gesucht); 3) spaßh. übtr.: «Schreiner, Holzhändler» — s. Flääschmued; -patt F.: «Holzknospe» (im Gegs. zur Dropatt — s. d.); -schapp M.: «Brennholzschuppen»; -schnidder M.: «Holzsäger» dazu die Komp.: -schniddesch(drëpp) F.: «großes Glas Branntwein»; -schniddeschfra F.: «Frau des Holzsägers, die ihrem Mann bei der Arbeit hilft» — Ra.: se as ewéi eng H., wa se nët seet, dann dréit se (doppelsinnig seet = «sägt» oder «säugt», dréit = «trägt (Holz)» oder «geht schwanger»); -schloper M.: «Meißel (mit Holzgriff) zum Bearbeiten des Holzes»; -schrauf F.: «Holzschraube»; -see F.: «Holzsäge»; -späicher M.: «Brennholzspeicher»; -spoun M.: «Holzspan» — dafür auch hëlze Spoun; -stack M.: «Holzbock» (zum Hacken des Holzes); -stä, -stee F.: «Holzversteigerung»; -stëft M.: «hölzerner Stift, Bolzen, Zapfen» (in alten Möbeln); -stupp M.: = -stack; -wee M.: 1) eigtl.: «Weg zur Abfuhr des Holzes aus dem Wald» — in dieser Bed. vorgezogen: Faart, Holzfaart; 2) übtr.: «Sackgasse, Irrweg» — do bas d'awer um (om) H.; -woll F.: «Holzwolle»; [Bd. 2, S. 169]

 

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