LWB Luxemburger Wörterbuch
 
Kanéilen bis Kannerstuff (Bd. 2, Sp. 280a bis 280b)
 
Kanéilen wird häufig für Kaméilen (s. d.) gebraucht, etwa in Kanéilentéi, Kanéileblumm, Kanelleblumm (lok., weitgehend im Westen).
 
Kanéngchen, Karnéngchen lok. weitgehend auch -ning-, -näng-, Ostrand um Echt. Kaneinchen — Pl. -ercher — Westen -erchen, Echt. -cher F. (Ostrand und Nordösl. N.): «Kaninchen» — und zwar sowohl «Haus-» wie «Feldkaninchen» — tjëft, hun déi erëm eppes Jongs, déi zillen ewéi d'Kanéngercher — Karnéngercher halen as näischt fir de Bauer, dat as gutt fir déi kleng Leit an d'Beamten — s. Karnéckel.
 
Caneto (wie frz.) M.: «junge Ente» (als Braten).
 
Canevas (wie frz.) M.: 1) «grobes Tuch zum Brodieren, Stickleinwand»; 2) übtr.: «Entwurf».
 
Caniveau (Ton: 1) M.: «Straßenrinne» — lok. dafür auch: Kanniwee (so etwa in Mühlenbach belegt) — en huet de C. gemat (ist wegen Zechprellerei vom Wirt herausgeschmissen worden) — sonst dafür: Ragull, Rigoll, Kaassi, Kulang, Revers.
 
Caca (/k÷k÷, bisw. /kOŋkOŋ) M.: 1) «ausgelassener Tanz»; 2) «Geschwätz, Gerücht».
 
Kankel, Konkel F.: «Mundschwamm» — dafür auch Gankel.
 
Cacre (/kÃ:ŋkər) M.: «schlechter Schüler».
 
Kanner- (in vielen, hier nicht berücksichtigten Komp., die Dinge kleineren Formats bezeichnen, die Kindern vorbehalten sind) -aasch M.: «Kindersteiß» — glat ewéi e K. (ähnlich Nonnebauch) — 't as Wieder wéi e K. (erklärender Zus.: bal as et dréchen, bal as et naass) — kürzer: Wieder wéi e K., bal dréche bal naass — e Gesiicht wéi e gebeetschte K.; dafür gerne auch: -kickes; -beetschert M.: «Schulmeister»; -bett(chen) N.: «Kinderbett» (im Gegs. zu Kandsbett — s. d.); -bräi M.: «Kinderbrei»; -geck M.: «Kindernarr»; -geméch N.: «Kinderstreit» (cf. -sträit); -geschwätz N.: «Kindergeschwätz» — allg.: «unbegründetes Gerede»; -gezei N.: «Kinderkleidung»; -hand F.: «Kinderhand» in der Ra.: eng K. as geschwë (bal, séier, liicht) gefëllt; -joëren Pl. N.: «Kinderjahre» — dafür auch: -zäit (cf. auch Kandsdeeg); -kafféi M.: «Kaffeegesellschaft für Kinder» (im Gegs. zu Kandskafféi s. d.); -kaart F.: «Karte, die bei der Kartenschlägerin auf eine Geburt hindeutet» — se kommen nët aus der K. eraus; -käppchen F.: «Kindermütze»; -kréien N.: «Kinderkriegen» etwa in der Ra.: mam K. as et nët gedon; -kutsch F.: «Kinderwagen» — häufig auch das Dim. Kitschelchen; -léier F.: «Religionsunterricht» (in der Volksschule, od. sonntags vor der Vesper für die Kinder der Pfarrei) — dafür heute auch Unterricht — en as aus der K. (er ist über das Knabenalter hinaus); -lidd(chen) N.: «Kinderlied(chen)»; -liicht Adj.: «kinderleicht»; -lomp F.: «Windel» — auch das Simplex Lomp; -meedchen N., -mod F.: «Kindermädchen-, wärterin» — zu einem unselbständigen Erwachsenen: du brauchs nach eng Kannermod; -mëss, -mass F.: «(Kurz)Messe für Kinder»; -musek F.: 1) «ausgelassenes Singen der Kinder»; 2) «gleichzeitiges Weinen mehrerer Kinder»; -schong M.: «Kinderschuh» — im Pl. in übtr. Bed. nach dem Hd.; -schoul F.: 1) «Kinderbewahrschule» (meist dafür: Spillschoul); 2) «Primärschule» (lok. — so u. a. in Stadtlux.); -seechen F.: «Ammenmärchen»; -spill N.: 1) «Kinderspiel»; 2) «leichtes Unternehmen, Kleinigkeit» — da's e K.; -stëmm(chen) F.: «Kinderstimme, kindliche Stimme»; -stillchen M.: «Kinderstuhl»; -sträit M.: «Kinderstreit» — a K. soll ee sech nët mëschen; -streech M.: 1) «Bubenstreich» (meist entschuldigend); 2) «unüberlegter Streich» (von Erwachsenen); -stuff F.: «Kinderstube» — aus dem hd. Sprachgebrauch, meist in neg. Wendungen;

 

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