LWB Luxemburger Wörterbuch
 
Kanneraasch bis Kannerzillen (Bd. 2, Sp. 280a bis 281a)
 
-aasch M.: «Kindersteiß» — glat ewéi e K. (ähnlich Nonnebauch) — 't as Wieder wéi e K. (erklärender Zus.: bal as et dréchen, bal as et naass) — kürzer: Wieder wéi e K., bal dréche bal naass — e Gesiicht wéi e gebeetschte K.; dafür gerne auch: -kickes; -beetschert M.: «Schulmeister»; -bett(chen) N.: «Kinderbett» (im Gegs. zu Kandsbett — s. d.); -bräi M.: «Kinderbrei»; -geck M.: «Kindernarr»; -geméch N.: «Kinderstreit» (cf. -sträit); -geschwätz N.: «Kindergeschwätz» — allg.: «unbegründetes Gerede»; -gezei N.: «Kinderkleidung»; -hand F.: «Kinderhand» in der Ra.: eng K. as geschwë (bal, séier, liicht) gefëllt; -joëren Pl. N.: «Kinderjahre» — dafür auch: -zäit (cf. auch Kandsdeeg); -kafféi M.: «Kaffeegesellschaft für Kinder» (im Gegs. zu Kandskafféi s. d.); -kaart F.: «Karte, die bei der Kartenschlägerin auf eine Geburt hindeutet» — se kommen nët aus der K. eraus; -käppchen F.: «Kindermütze»; -kréien N.: «Kinderkriegen» etwa in der Ra.: mam K. as et nët gedon; -kutsch F.: «Kinderwagen» — häufig auch das Dim. Kitschelchen; -léier F.: «Religionsunterricht» (in der Volksschule, od. sonntags vor der Vesper für die Kinder der Pfarrei) — dafür heute auch Unterricht — en as aus der K. (er ist über das Knabenalter hinaus); -lidd(chen) N.: «Kinderlied(chen)»; -liicht Adj.: «kinderleicht»; -lomp F.: «Windel» — auch das Simplex Lomp; -meedchen N., -mod F.: «Kindermädchen-, wärterin» — zu einem unselbständigen Erwachsenen: du brauchs nach eng Kannermod; -mëss, -mass F.: «(Kurz)Messe für Kinder»; -musek F.: 1) «ausgelassenes Singen der Kinder»; 2) «gleichzeitiges Weinen mehrerer Kinder»; -schong M.: «Kinderschuh» — im Pl. in übtr. Bed. nach dem Hd.; -schoul F.: 1) «Kinderbewahrschule» (meist dafür: Spillschoul); 2) «Primärschule» (lok. — so u. a. in Stadtlux.); -seechen F.: «Ammenmärchen»; -spill N.: 1) «Kinderspiel»; 2) «leichtes Unternehmen, Kleinigkeit» — da's e K.; -stëmm(chen) F.: «Kinderstimme, kindliche Stimme»; -stillchen M.: «Kinderstuhl»; -sträit M.: «Kinderstreit» — a K. soll ee sech nët mëschen; -streech M.: 1) «Bubenstreich» (meist entschuldigend); 2) «unüberlegter Streich» (von Erwachsenen); -stuff F.: «Kinderstube» — aus dem hd. Sprachgebrauch, meist in neg. Wendungen; -téi M.: «gemeiner Odermennig, Agrimonia eupatoria» — auch: Käsertéi; -weenchen M.: «Kinderwagen» — dafür heute hauptsächlich: -kutsch; [Bd. 2, S. 281] -wéi F.: «Wiege» (oft gebraucht, wenn auch pleonastisch); -wëll M.: «Kinderwille» — vor allem in der Ra.: K. as Kaalwerdreck, deen en deet, dat as e Geck; -wier(e)k N.: «Kinderwerk» — in dem sprichwörtlichen Wortspiel (Wierek = auch «Werg»): K., Kannergar oder K. as (gët) Kannergar (Kinder können nicht dasselbe leisten wie Erwachsene); -won, -weenchen M.: = -kutsch; -wuer F.: «Kinderware»; -zäit F.: «Kinderzeit»; -zillen N.: «Kindererziehung» — 't as méi dat K. wéi dat Kannerkréien.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

© 2010 - Projekt LexicoLux des Laboratoire de linguistique et de littératures luxembourgeoises der Universität Luxemburg, in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier
Hinweis zum problematischen Wortgut