LWB Luxemburger Wörterbuch
 
klausen bis Klädéng, Kledéng (Bd. 2, Sp. 375a bis 378b)
 
klausen (lok. bisw. klauselen) I Verb.: 1) trans.: «nach einem Sturzregen im Sommer die jäher abfließenden Straßenrinnen mit Kot, Steinen versperren, zum Aufstauen des Wassers» — 't hält op mat renen, elo gi mer k. (Klause maachen); 2) refl.: «sich stauen, sich verstopfen» — en as um (am) geklauste Blutt erstéckt — s. auch verklaus(el)en I/338; 3) «ausheilen, verschwinden» — an e puer Méint as dat geklaus(el)t a vergiess.
 
klausen II trans. Verb.: «(einen Ball) in die Höhe werfen».
 
Clausen ON.: «Clausen» — Unterstadt von Luxemburg — 413; die Einwohnen trugen früher den Spottnamen: Clausener Munzen Pl. M.: «Kaldaunenwäscher» (s. Munzen, Munzefrësser) — zu C. bei de Munzen (ähnlich: Clausener Bluttpänz Pl. M., weil die Clausener früher angeblich im dortigen Schlachthaus die Eingeweide billig einkauften) — ebenso sprichwörtlich sind noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Clausener Wäschfraën Pl. F.: «Clausener Wäscherinnen» (Dicks machte 1855 eine von ihnen zur Hauptperson seines Vaudeville D'Mumm Séis) — früher ging Rede vom Clausener Houfert (da die Clausener sich vornehm fühlten, gegenüber den Pafendaller und dem Grënner Pak) — Clausener Bierg M.: Zufahrtsstraße zur Oberstadt, die von Clausen über den Bockfelsen und die Schloßbrücke zum Fischmarkt führt Clausener Brauerei F., Clausener Béier N.: «Clausener Bier» — Clausener Puert F.: eines der alten Zugangstore zu Park und Schlass Mansfeld, dem von P. E. von Mansfeld, dem Gouverneur von Luxemburg, in Clausen erbauten Schloß (Beginn des Baues 1563) zu dem u. a. der Clausener Déieregaart M. (cf. I/200) mit der Hiirzekrëpp (II/160) gehörte (cf. auch Tavioun); schon zu Beginn des 14. Jahrhunderts wird eine Nonnenklause 'imme Dirgarden' bezeugt.
 
Klausen ON.: «Klausen» — s. Ieweschtklausen II/204.
 
Klausener M.: «Einsiedler» — de K. vun Déifferdang (s. Gredt, Sagenschatz Nr. 981, Molitor-Berchem, Sagen aus Luxemburg 1932 Nr. 74).
 
Klautchen (A:u) M.: 1) eigtl.: «Nagelschmied». Das romanische Lehnwort, zu frz 'cloutier' ^< vlat. *clâv-atarius, überlebt nach Rhein. Wb. IV, 673 außerhalb Luxemburg im Raum Prüm-Bitburg-Trier-Saar; ihm entspricht in der Lütticher Wallonei das in der Stammsilbe gleichlautende wall. claw/(J. HAUST, Dict. franç-liégeois 102). Wie eine ganze Reihe frz. Lehnwörter auf -ier ^< -arius ist es in die Gruppe der Diminutiva auf -chen hineingeraten und bildet sein Plural wie diese: Klautercher, westl. Klauterchen (E. LUDOVICY, Remarques sur les diminutifs, Bull. ling. et ethn. 2/1954, S. 21 ff.). — Neben dem Komp. Neelklautchen bez. das Simplex zunächst den dörflichen Nagelschmied (lok. auch Neelschléier), neuerdings die Arbeiter der Nagelfabrik, die 1887 von der Firma Brézol et May in Biissen (I/111) gegründet wurde (heute: Société Anonyme Métallurgique). Das dörfliche Nagelschmiedhandwerk ist seit Jahrzehnten ausgestorben. Jedes Dorf hatte eine Nagelschmiede, mehrere Ortschaften des Öslings u. einige typische Handwerkerdörfer (Simmern, Hosingen, Esch) arbeiteten für den Export (J. HESS, Lux. Volksleben in Vergangenheit und Gegenwart, S. 87 f.). — Im Gegensatz zur gew. Schmiede stand das Herdfeuer des Klautchen in der Mitte des Arbeitsraums, drüber an der Decke oder in der Hauskammer über der Werkstatt hing der große lederne Blasebalg, den der Klautcheshond (s. d.) bediente, indem er in dem etwa 1,50 m hohen und 60 cm breiten Klautchesrad (s. d.) lief. Der Noldrot 'Nageldraht', eine etwa 50 cm lange Eisenstange wurde in der Esse zum Glühen gebracht, dann mit Hilfe einer Zange von der Linken gepackt und mit steter Umdrehung über den Amboß gehalten; die Rechte hämmerte auf das Drahtende, damit es sich zu einem schlanken Nolbeen 'Nagelbein' [Bd. 2, S. 376] verjünge. Das bearbeitete Ende wurde auf der Schrout, dem 'Eisenstiftmesmer' in der gewünschten Länge mit ein paar Hammerhieben angebrochen und dann, immer noch weißglühend, in das Fuerem- oder Formlächelchen 'Formlöchlein' des Ambosses eingeführt und abgebrochen; ein Fueremeisen 'Formeisen' mit der gewünschten Matrize wurde auf das Nagelbein gesetzt, ein paar Hiebe mit dem Handhammer gaben dem Stift die gewünschte Kopfform. Später wurden Formeisen und Handhammer durch einen schweren Fueremhummer 'Formhammer' ersetzt, der an einer straffen Feder über dem Amboß hing und mit auswechselbaren Kopfmatrizen versehen war; seine Feder wurde durch ein Fußpedal gespannt und entspannt. Wenn der Nagel die gewünschte Kopfform hatte, beförderte ihn der Druck einer anderen Feder aus dem Fueremlächelchen in einen Blechkasten, der am Amboß hing. Während des ganzen Arbeitsganges durfte das Eisen nicht kalt werden. Die gängigsten Nagelarten waren: einfache Stifte (Stëfter, Schräinerneel, Broschen, Puenten), Schuhnägel (Schongneel) mit runden und viereckigen Köpfen, Knippercher, Sp(r)ëtzen, Zweespëtzer mit krebsförmigem Kopf, Morbiljongen und Kalmuckenneel, die zu hinterst auf die Schuhabsätze genagelt wurden und das Leder seitwärts schützten. Hatte sich die fertige Ware (etwa 1500 bis 2000 Nägel am Tag) im Lager aufgehäuft, so trug der Klautchen sie selber auf dem Rücken zu seinen Kunden: Schustern, Schmieden, Schreinern, Wagnern. Der Klautcheshond begleitete ihn auf der Reise. Bei der Rückkehr pflegten die ob des Erlöses gutgelaunten Klautercher bisw. ihre Rast im Wirtshaus über Gebühr hinauszudehnen, woher die gelegtl. Ra.: e frësst ewéi en Drescher an e säift ewéi e K. Aber auch die Eile des Arbeitsgangs ist sprichwörtlich geworden: esou huerteg ewéi (d)e K. — dasselbe gilt von der Sparsamkeit der meisten Klautercher: wien als K. ufänkt kann als Goldschmatt stierwen. — Die ersten Arbeiter der einheimischen Nagelfabriken (in Ettelbrück bestand 1891 die 'Clouterie française Ed. Hodez') waren Ausländer, vornehmlich Franzosen. Sie haben den Einwohnern von Bissen, wo ihre Familien ansäßig wurden, den Spottnamen Klautercher eingebracht. Auch der moderne Klautchen muß zuerst ein guter Schlosser sein, der die Nagelschaft- und Kopfmatrizen selber schmieden, hämmern und härten kann. Das fremde Gewerbe brachte notgedrungen fremde Bezeichnungen mit: Décalamineuse (daneb. Stëbsmaschin) heißt die Vorrichtung zum Dekantieren der aus den Hüttenwerken bezogenen Walzdrahtrollen, Métier heißt die Nagelmaschine, die fertigen Nägel werden in Putztrommeln gereinigt, dann abgewogen und im Rabbeler zum Verpacken gereiht (Über das alte Gewerbe cf. 'Jonghemecht' 2/1932). — Folklor.: de Klautche vun Izeg ist der Typus des unverhofft reich gewordenen Parvenu, der nach einem Leben in Saus und Braus als Räuber endet und vom Teufel in die Hölle geholt wird (cf. Molitor-Berchem, Heimatsagen 1929, S. 35; literarische Bearbeitungen von Leo Berchem und Wëllem Weis); es heißt daher: et geet der (nach) wéi dem K. vun Izeg; 2) spaßh. Bez. der Buchdruckerspr.: a) «Raddreher an der Schnellpresse» (vor Einführung der Motoren — offenbar eine Erinnerung an den Klautcheshond, s. d.); b) «Anleger an der Schnellpresse» (auch hier ist die Parallele 'Gehilfe' — Klautcheshond leicht herzustellen); c) «selbständiger Buchdruckerprinzipal, der alles allein macht» (wie beim Hausgewerbe des dörflichen Klautchens); d) wegwerfend für jem. vom Fach, den man nicht für voll nimmt (cf. die nächste allg. übl. Bed.); 3) übtr., Schimpfwort: «Tölpel, Dummkopf» — du K. do, du bréngs och soss näischt fäerdeg — mat dene Klautercher am Comité kann et jo näischt gi mat eisem Veräin (bei der Unzulänglichkeit der Vorstandsmitglieder kann unser Verein nicht gedeihen); 4) geringschätzig von «untergeordneten Instanzen (z. B. Beamten) ohne Einfluß» (u. mit spärlicher Besoldung) — dee bleift säi Liewe laang e K. — esou e Commis as dach nëmmen e Klautchen!; 5) Westen: «Bürge» — in der Ra.: ech sin der däi K. (ich muß für dich bürgen).
 
Klautches- -eisen N.: «Stabeisen für Nagelschmiede» — dafür auch Noldrot 'Nageleisen' — wenn der Klautcheshond (s. d.) nicht mehr arbeiten wollte, drohte der Meister gelegtl. mit dem glühenden Klautcheseisen, oder sengte ihm die Schwanzspitze, daher heißt es [Bd. 2, S. 377] gelegtl. von einem Faulpelz: et briecht emol kee K. hien aus der Rou, oder drohend: da waart, elo huelen ech d'K.; -hond M.: «Hund des Nagelschmieds» (der im Tretrad läuft, um den Blasebalg über der Esse zu bedienen; die Achse des Rades war durch eine gebogene Kurbel verlängert, die über einen Hebel den Blasebalg betätigte) — es mußte ein kleinerer, aber kräftiger Hund sein, daher hieß er meist Bommel (s. d. I/130), er war steuerfrei — oft gab es vom vielen Arbeiten blutige Pfoten: deen as gebascht an de Féiss ewéi e K. — überhaupt steht der K. in Vergleichen zur Bez. nicht endender, schwieriger Arbeit: en huet e Liewen, e gët sech drun, en as drun, en as midd (erliedegt) . . . wéi e K. (oft auch nur das Simplex: wéi en Hond); -hummer M.: «schwerer, über dem Amboß angebrachter Hammer, mit welchem der Nagelschmied die Nagelköpfe formte» — auch: Fuerem-, Formhummer; -métier, -meetchen M. (N.): «die automatische Nagelmaschine in der Nagelfabrik» — e Spektakel wéi an engem K.; -nol M.: «vom Klautchen des Dorfes handgefertigter Nagel»; -rad N.: «Tretrad des Nagelschmieds» (cf. -hond) — d'Liewen as (ewéi) e K., du struewels an du kënns nët (dran) an d'Luucht — elo gin ech erëm a mäi K. (jetzt beginnt wieder meine alltägliche Plage).
 
Klawéier N. u. M.: 1) «Klavier» — Spw.: Verléift un (an) d'K. fënt d'Hausaarbecht ze schwéier; Raa.: e spillt (op dem) K., meist in spaßh. Übtr., etwa: ech schloën der eng an d'Schnëss, dass d'Zänn der am Aasch K. spillen — en décken Här, deen op séngem Bauch K. spillt — von jem., der ein künstliches Gebiß trägt, heißt es wohl: séng Zänn spille K. — im allg. wird Piano (s. d.) vorgezogen, doch sagt man vorzugweise: d'Stéck as fir K. geschriwwen; 2) «Klaviatur, Tastatur» (etwa an Setz- und Schreibmaschinen) — in dieser Bed. dafür auch das frz. Clavier M. (Ton: 1).
 
klawéieren intr. Verb.: 1) «fingern»; 2) «richtig von statten gehen» — et klavéiert nët méi (richteg) mam Geld — wann ech derhannert kommen, da klawéiert et — du huet et op eemol anescht klawéiert (da gab es auf einmal einen besseren Klang) — bei dene klawéiert eppes nët — wann dat alt klawéiert!; 3) «hoch zu stehen kommen» — dat klawéiert (allerhand) (das kostet viel Geld); 4) Echt., gelegtl.: «klatschen» (C.).
 
Klawumm M.: «altes Klavier, Klimperkasten» (Echt.).
 
Kläädchen, Kleedchen N.: Dim. zu Kläd «Kleid» (s. d.) — im bes.: «auf der Haut getragenes Unterkleidchen, Trikot» — e wëllent, trikos, kotténgs K. — e K. aus Tricot noué (triko· /nu·e·).
 
Klääs-chen männl. Vorn.: Dim. zu Klas. Klos (s. d.). — meist Klees-chen gesprochen (s. d.).
 
klääsper, kleesper Adj.: 1) «zart gebaut, schwächlich» (von Menschen, Tieren, Dingen) — wat e klääspere Männchen — 't freet ee sech, wéi déi k. Frächen déi Häerd Kanner konnt zillen — dat klääspert Fierkel wäerte mer nët behalen — d'Fierkele sin nach k. awer drëfteg (die Ferkel sind noch klein, aber sie gedeihen gut) — dat Stéck Holz as ze k. fir eng Stäip — k. awer äerdeg (von schmächtigem Wuchs, aber regsam); 2) «kleinlich, empfindlich», auch: kleespereg (in dieser Bed.) — sief nët esou k.! (cf. auch kläpeg).
 
kläbberen intr. Verb.: 1) = klabberen (s. d.); 2) trans., in übtr. Bed.: du kanns mech kläbberen (in dieser Ra. meist klibberen — s. d. — «ich will nichts mit dir zu tun haben» (schroffe Abweisung), die Leprakranken des Mittelalters warnten die Passanten mit einer Klapper).
 
Kläbberen Pl. N. (M.): «Erdbeeren» (lok. Bez. des Ostrandes, neben dem von Hosingen bis Schengen überwiegenden Äerpel, -er/Ierpel, -er und den gelgtl. Bez. Klatzbier, Hädeklatz, Klëppelbier) — s. Äerdbier I/52.
 
Kläckelchen F.: Dim. zu Klack «Glocke» (s. d.)— vor allem: 1) in der Ra.: en huet eng K. lauden héieren (er hat ein Gerücht gehört); 2) für Blumen in Glockenform, in dieser Bed. auch das Komp. Kläckelchesblumm F., meist das Plurale tantum Kläckelcher (wozu wieder das Komp. Kläckelchesstack M.): a) verschiedene Arten von «Campanula»; b) «Fuchsia»; c) «Pirola» (bes. Pirola rotundifolia = grouss Meeréis-chen); d) «Convallaria» — meist dafür: Märéis-chen; 3) «Hautlappen unter dem Kinn mancher Ziegen» — d'Geess [Bd. 2, S. 378] huet zwou Kläckelcher ënnert dem Kënn — in dieser Bed. auch: Mänzelchen, Zippchen; bisw. ans Hd. angelehnt: Kläckerchesblumm.
 
Kläd, Kleed (Pl. Kläder; lok. phV. s. Ltb. 83, dazu im Westösling, um Wiltz vereinzelt klεkt /klεgdər) N.: 1) die alte Bed. «aus Zeug gefertigtes Gewandstück» hält sich in der lebendigen Sprache nur noch in der Mehrzahl, sowie in einzelnen sprichwörtlichen Wendungen — Spww.: D'K. mécht nët de Mann, aber auch umgekehrt: D'K. mécht de Mann (lok. mit dem Zus.: ma 't muss een och (derbäi) Suën am Sak hun) — anders: D'Kleder maache Leit, an d'Lompe maache Lais — anekdotisch: Kläder maache Lait, sot d'Fra, du war mol e Schneider räich gin (spaßhafte Verschiebung des Sinnes) — Dat räichst K. as gefiddert mat Häerzeleed — Dat lescht K. huet keng Täschen (ähnlich: mer kréien d'Suen nët mat, wa mer stierwen) — Raa.: en huet séng Kleder ausgewuess oder verwuess, en as aus sénge Kleder erausgewuess — d'Kleder sin nët mat him gewuess — hien (hatt) dréit séng Kleder schéin — gängigste Komposita: Aarbéchts-, Botz- (feine Toilette), Braut-, Kammiouns-, Schaff-, Sonndes-, Trauer-, Wiertes-. . .kleder — d'Kläder hänken ëm um Leif, esou gouereg as en — d'Matte sin an de Kleder — esou roueg wéi d'Matten am K. (wenn jem. heimlich Unfug anrichtet) — si hun em d'Kleder vum Leif gerappt — e krut ës laascht d'K. (er bekam Hiebe) — si sin em bei (laanscht) d'K. gefuer (haben ihn ohne Schonung, streng behandelt); in dieser Bed. dazu die Abl.: Gekläders (vor allem nordösl. Gekléiders) N.: «Kleiderzeug» (viele und vielerlei Kleidungsstücke) — Binsfeld: ich han ent G., ët weess een nët wuhën dermat; cf. in dieser Bed. vor allem auch Wot und Gezei; 2) «(einteiliges) Frauenoberkleid» — Bal-, Fréijoers-, Summer-, Wanter-. . .kläd — e laangt, e kuurzt K. — ech muss haut bei d'Néidesch, fir mäi K. unzemoossen — mäi K. as aus dem Moud, ech muss et ranjhéiere (ännere) loossen; 3) veraltet: «Arbeitspaletot (des Bauern)»; 4) lok. (vor allem Nordösl., neben Hoktkléid, -kléidchen) = Kläädchen, Kleedchen «auf der Haut getragenes Trikot» (im Winter gegen Kälte, im Sommer gegen Schweiß) — Binsfeld: en hat de ganze Wanter keent Kléid aan; 5) seit Michel Lentz, in dichterischer Übertr. (ans Hd. angelehnt): «Hülle» — etwa: d'Natur deet un hiirt Trauerkleed (in dem volkstümlichen Lied von Lentz: 't as Fréijor, an déifdonkelblo. . .) — ähnl. bez. das Wort in der Waidmannsspr. gelegtl. den Pelz, die Federn des Wildbrets — s .d. Dim. Kläädchen, Kleedchen und die Komp. sub Kläder-.
 
kläden, kleden trans. (refl.) Verb.: 1) «(sich) kleiden» — si hu sech an de beschte Fuedem gekleet (oder gehäit) — e kënnt gekleet ewéi en Här (wéi e Barong, wéi e Jénkerchen) — déi Fra kleet hir Kanner emol ëmmer esou almoudesch — et kënnt a Seid a Samett gekleet (in Samt und Seide) — wéi bas de nees haut gekleet! — d'Kanner si schon an de Summer (an de Wanter) gekleet, (winterlich, sommerlich gekleidet); 2) «die Kleidung stellen, bezahlen» — säi Pätter huet e vu Kapp bis zu Fouss (nei) gekleet (von einem Kommunionknaben: sein Pate hat ihn von Kopf bis zu Füßen eingekleidet) — et huet ee wuel ze din, bis een d'Kanner all gekleet huet — vum Gewonn liewen d'Leit a vum Bedroch k. se sech — Nordösl.: mengs de ich kléit en o na (Konj. Prät. sonst: ech géif e kläden); 3) «(gut oder schlecht) stehen, passen» — deen Hutt kleet dech guer nët.
 
Klädéng, Kledéng (bisw. auch im Sg. Klädéngen, lok. Ostrand Klädigen) F.: «Kleidung (vor allem Frauenkleid)» — fréier hun déi kleng Meed zéng Daler Loun, e Puer Schong an eng K. kritt (bisw. auch: eng duebel K.) = der Lidlohn einer Kleinmagd, in früheren Zeiten.

 

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