LWB Luxemburger Wörterbuch
 
Mäerzeg, Mierzeg bis Märel (Bd. 3, Sp. 116b bis 120a)
 
Mäerzeg, Mierzeg ON.: «Mertzig» — Dorf und Gemeinde Mertzig, Kanton [Bd. 3, S. 117] Diekirch — 176 — spaßh.: M. (für: merci) läit bei Fälen (s. d.).
 
mäerzlech Adj./Adv.: 1) «stürmisch»; 2) «plötzlich» — en as m. gestuerwen.
 
Mäesch F.: 1) «Frau des Bürgermeisters»; 2) a. «Meierin» (Frau des Verwalters oder des Pächters eines Landgutes — Ga); b. «dicke, stattliche Frau» (so wie man sich die Frau eines Meiers, eines Bürgermeisters vorstellt) — si as esou déck wéi eng M. — si stolséiert dohier wéi eng M. — dafür auch: Brätmäesch; c. «dicke, stattliche, nicht ganz saubere Frau»; 3) häufiger Hausname: a M., Meesch, a Maijesch (erinnert an den Meier und den Meierhof).
 
Mäeschpraum F.: «Pflaumenart» — cf. Hauspraum.
 
mägen trans./intr. Verb. (Konjug.: Präs.: mag, mir mäten — Ind. Praet.: muecht, mog, mo — Konj. Praet.: mä, määch(t)): «mögen» — et mag wuel sin — s. mag.
 
Mäicher, Meecher M.: 1) «bauchiges, unförmiges Gefäß, Korb aus Strohgeflecht» (diente zum Aufheben der Hülsenfrüchte) — dafür auch: Häicher (s. d. sub I, 2), Piner (lok.: Ersingen), Schueffaass, Stréikéiper (s. d.); 2) «Fischkorb» (Ga); übtr.: 3) a. «dickes, untersetztes Kind» — cf. Häicher sub 5); b. «im Wachstum zurückgebliebenes Kind»; c. «dicke, kurzatmige Person» (Asthmatiker); 4) «Magen» — wat huet dee sech de M. gelueden! — huet dir är Meecher voll? (seid ihr satt?) — cf. Kächer sub 1); 5) «Penis».
 
Mäifelchen (lok.: Mifelchen — Dim. von Maufel — s. d.) M.: 1) «kleiner (leckerer) Bissen» — ech hun nach e M. giess, du sin ech gaangen — e gudde M. kriss de do z'iessen — un de gudde Mäifelcher kann een sech erhalen — da loosse mer alt nach e M. huele, sot d'Fra, an du as se duergefuer — en delikate M. (ein zarter Bissen — s. sub 2) — du hëls där klenger Mäifelcher zevill (liebst das Branntweintrinken zu sehr) — Mäifelches huet en nëmmen alles erofkritt (nur in kleinen Bissen konnte er schlucken); 2) übtr.: «nettes, hübsches Mädchen» — wat e léiwe (renge) M. as d'Kätti gin! — dat wir e M. fir de Papp, sou e léiwe naschleche M. kritt een nët all Dag.
 
mäin Poss. Pron. (s. phV. Dativ Ltb. 64 — LSA Karte Nr. 115/116 — für Formen, Bedeutungen und Gebrauch cf.: däin sub A B C)A. verbunden: «mein» — mäi Papp (Mask.) — méng Fra (Fem.) — mäi(nt) Kand (Neutr.); B. unverbunden: «der meinige» (s. däin) — a. ohne Artikel: ech begiere nëmme mäint (das meinige) — ech denke mer mäint derbäi — ech weess mäint — dat as ménges; b. mit Artikel (veraltet, oft iron. gebraucht): de mäin (mein Mann) — ech hun de m. (sagt die Frau: ich habe den meinigen, einen Ehemann) — du bas de méngen (du bist derjenige, den ich brauche) — di méng, di féng (meine Frau ist die beste, auch: meine Kinder sind die besten); c. mit zu ergänzendem Subst.: mäin (scil.: Mann) huet och esou gesot — dat as méngem sénges näischt — méng, dat as eng wi keng zweet (meine Ehefrau ist sehr tüchtig), auch im Neutr. (volkstümlicher): mäint as eent wi der nët vill sin; d. in Ausrufen der Verwunderung, der Klage, des Kummers: mäi wärrech! (meiner Treu!) — dat as ménger wärrech rose wéineg (in der Tat sehr wenig) — och du mäinicher Gott! — mäi Gott a mäin Här! spaßh. Zusatz (Nösl.): méng Mamm a méng Schwär (Schwägerin) — och du mäin! spaßh. dazu: am Kamäin (erstaunter Ausruf, Anspielung auf den Freier «Schuechtegfeër» — im Lustspiel von Dicks: De Scholdschäin); e. als Anrede: mäi léiwe Frënd — mäi léift Kand — mäi léiwe Männchen (auch als Drohung) — mäi léiwen Här (dsgl.) — Ra. (drohend): mäi léiwe Maun, son déi Escher (Einwohner von Esch-Alzette) — Zus.: da muss d'ewell zu Schëffleng sin (Anspielung auf deren angebliche Rauflust noch um die Jahrhundertwende).
 
mäin-, mär(r)-, mëll-, mën-, mordéideg (alle Ton: 1), mändéideg (Ton: 2) Adj./Adv.: 1) «wirklich, wahrhaftig» — d'Plättercher am Gank hu m. Béckel geworf (Du) — do läit jo eng m. Spann an der Zopp; 2) «übergroß» — dee grousse, mändéidege Späicher! — et koum eng m. Këscht (ungeheuer große Kiste); 3) «hinterlistig, verbrecherisch, übeltätig» — cf. das Folgende.
 
Mäindot F.: «treulose Tat» (C).
 
mäis Lockruf für die Katze — s. Miissi, Munni — auch als Subst. (Ammenspr.): eng (Munni-) Mäis.
 
Mäischkomp M.: «Maischbottich».
 
mälzen trans. Verb.: «mälzen».
 
Mälzer M. — wie hd.
 
Mälzerei F. — wie hd.
 
Mämm I F.: «Brustwarze» — s. Mam, Mämmchen. [Bd. 3, S. 118]
 
Mämm II Kosename für: «Marianne» — s. sub Maria.
 
Mämmchen F.: 1) «Zitze» (Euter der Tiere) — cf. Mam; 2) «Hautlappen der Ziege unter dem Kinn» — cf. Kläckelchen, Mänz(el)cher sub 1)a.; 3) übtr.: «Gummisauger».
 
mänädjhen (Neol., engl. to manage) trans. Verb.: «betreuen (Sportler, Künstler), verwalten, bewerkstelligen» — hien huet dee Boxer gemänädscht — dat kréie mir och nach gemänädscht (bewerkstelligt) — dazu: Mänädjher M.: «Manager».
 
Männ I männlicher Vorname: 1) «Romain»; 2) Rufname, Kurzform zu: Männi II (s. d.).
 
Männ II (Pluralform von Mann — s. d.) 1) «Schlingel, Buben» (eher bewundernd) — nu kuck der déi M. u, wat hu s' ugestiwwelt! — o, wat M.!; 2) (Nösl.) «Gendarmen» — dafür Mosel (z. B. Ehnen): Männien — maach dich ewä, well wann d'M. dich krein, da geet et der nët gout — d'M. han hem een opgeschmitt — d'M. sen hannenaan hinnen; 3) «Knickerspiel» — s. Männchen sub 4)c.
 
Männchen (Dim. von Mann — s. d., Pl. Männercher) M.: 1) «Männchen, kleiner Mann» (Wuchs) — Raa.: all M. säi Brännchen, flaamt en nët, dann dämpt en (jeder hat sein ihm eigenes Temperament) — drohend: pass op soss geet et M. fir M. (wird Gleiches mit Gleichem vergolten) — e geet op de Bal a wann al Männercher gitte falen (cf. Fra sub 1) — nu gët de M. gëfteg, jäizt Rampel, Fatz a Knëpp (R X — 95) — drohend: Männche, Männche! — mäi léiwe M., wann ech dech kréien (dech reechen — dich zu fassen kriege) — waart M., ech sall dech léieren — sou e klenge M. wëllt äis Viirschrëfte maachen (a. ein solch untergeordneter Beamter; b. eine solch arme Person; c. ein Mann von so kleiner Gestalt) — Antwort auf eine vorwitzige Frage oder andauerndes Belästigen: hues du de M. vu Märel (vun Arel) nët kannt? deen huet sech em kee gekëmmert an as räich gin — Kinderreim (Abzählreim): et geet e M. iwer d'Bréck / hien huet e Fässchen op dem Réck / hie schléit et widder eng Dunn, d'Dunn kraacht / de M. laacht / d'Fräche kräischt — du bas ab — Variante: ip, dipp, dapp, du bas ab — cf. Bréck; 2) Kosewort: a. «kleiner Knabe» — wat en aartleche M. — du léiwe, klenge M. — as mäi M. krank? (Mutter zu dem kleinen Knaben) — wiem säi léiwe M. bas du dann?; b. «Ehemann» (auch zum Spott) — dafür auch: Männi (s. d. sub II); 3) verbunden mit dem Hausnamen (oft iron.) «Hausvater, männliche Person» — Pirresmännche wor och nach derbäi (der Vater aus dem Hause Pirres); Kindersprache: 4) a. «gezeichnete, geformte Figur» — du hues jo elauter Männercher an d'Buch gemoolt — lo mole mer mol e M., seet d'Mamm (der dabei gebrauchte Spruch nur in hd.) — d'Kanner hu Männercher am Bulli (am Dreck) gebak (aus Lehm geformt); b. Kinderspiel: «Hüpfspiel» — dafür auch: Holler: Paradis, Hollerich: Himmel an Häll, Bonneweg: Kabinnen oder Haisercher — am M. spillen (in Kreuzform werden Quadrate in die Erde — oder mit Kreide auf die Straße — gezeichnet, das Kreuzstück wird durch einen Halbkreis abgeschlossen; der Spieler wirft nun eine Scherbe — Stück einer Schiefertafel oder Porzellanscheibe, oft einen flachen Stein — in ein Quadrat und springt auf einem Bein, ohne einen Trennungsstrich zu berühren, die Quadrate ab, nimmt dann dabei die Scherbe auf und beginnt von neuem; tritt er auf einen Trennungsstrich oder fällt die Scherbe beim Werfen aus dem Quadrat heraus oder bleibt sie auf einem Strich liegen, dann kommt der zweite Spieler an die Reihe; es bestehen verschiedene Abarten dieses Spiels); c. «Knickerspiel» — dafür auch: Männ (die Knicker werden in einer waagerechten Reihe, vom Spieler aus gesehen, hingelegt; er versucht nun mit seinem Spielknicker den ersten Knicker der Reihe zu treffen, gelingt ihm dies, so darf er die dahinter liegenden Knicker an sich nehmen; trifft er den zweiten, dritten oder einen anderen Knicker in der Reihe, so darf er alle Knicker rechts [links] von dem getroffenen an sich nehmen); d. Kinderreim: et geet e M. d'Trap erop / klingeling, tock, tock, tock / eng Lued geet op / gudde Muerge, Madamm / gudde Muergen, Här / zur viischter Dir kommt gaangs eran / an domatter as alles aus (dabei trippelt man mit zwei Fingern dem kleinen Kind den Arm hoch, zieht am Ohrläppchen, klopft mit dem Finger an die Stirn, wobei das Kind Augen und Mund groß öffnet, darauf trippelt man mit den Fingern schnell den Rücken herunter); 5) a. «Gegenstände in Menschenform» — de M. gët verbrannt [Bd. 3, S. 119] (die Strohpuppe beim Burgbrennen, beim Begräbnis der Fastnacht oder der Kirmes) — de M. am Wiederhaischen (Wetteranzeiger in Hausform mit Mann und Frau); b. Kinderspr.: «der Schatten des Menschen» — hei do kënnt e M. — dazu: gehänkte M. M.: «menschenähnliches Ohnhorn» (Aceras anthropophora); 6) a. «Penis»; b. «männliches Tier» (bes. Vögel); c. «Blumengriffel» (Wb. 06); 7) «kleiner Grubenstempel» (Bergbau); 8) «Mörteltrog» — s. Vull sub 3), auch: Männi I; 9) «Blatt, Frucht der Stieleiche» — im Kinderspiel: de M. op der Bitzmaschin (die Kinder klemmen die Frucht oder den Blattstiel der Stieleiche zwischen die Hautfalten der Daumenoberseite, so daß er aufrecht stehen bleibt); 10) «hintere Griessäule am Pflug»; 11) «Verbindungsstange zwischen Trittbrett und Spule am Spinnrad»; 12) «Hängesäule am Dachwerk, Giebelspieß»; 13) «Aufsatz auf einer Ofenröhre»; 14) «Spritzrohr der Feuerwehr» (Ga); 15) «Pumpenstiefel»; 16) Druckerspr.: «eine genau nachgedruckte Vorlage» (Briefkopf, Formular, Schulbücher usw.); 17) in Vbdg. mit maachen a. «sich auf die Hinterbeine setzen» (Hase, Hund) — den Hues huet e (de) M. gemaacht — den Hond mécht (e) M. — dafür auch: hübsch maachen; b. «mit erhobenem Arm grüßen (Hitlergruß 1940-45)» — e konnt am Krich ëmmer sou schéin de M. maachen; c. «sich einschmeicheln, vortäuschen, liebedienern» — en huet sech bei der Tatta de schéine M. gemaacht — dobausse mécht en sech de schéine M. an doheem as et eppes wéi der Däiwel an Zivil (a Persoun); Zuss.: Boxe-, Drecks-, Fister-, Gas-, Gäip-, Giele-, Gummis-, Hampel-, Holz-, Jupp-, Käschte-, Kléck-, Knäppe-, Krope-, Kuche-, Kuele-, Laus-, Liefkuchs-, Niklos-, Péiter-, Pelze-, Piff-, Schanke-, Schäiss-, Schnéi-, Späiz-, Stéiop-, Stréi-, Trams-, Zocker-, Zuppermännchen (s. d.).
 
Männercher (Pl. von Männchen) in Vbdg. 1) mit dem Verb.: maachen a. «sich einschmeicheln, dienern» — nu komm mir keng M. hei maachen; b. «widerspenstig sein, bocken» — nu maach elei keng M. a kuck, dass de virukënns — looss déi M. sin (drohend); c. «dumme Streiche machen» — lo kënnt deen erëm hei séng M. maachen — en huet op där Plaz zevill M. gemaacht, du as e geflunn — cf. Konschte (s. d. sub b) maachen; 2) mit dem Verb.: gesinn a. «Wahnvorstellungen haben» (im Fieber, auch im Säuferwahn) — d'M. gesinn; b. «nicht recht bei Sinnen sein» — ech halen du gesäis d'M. am hellen Do — gesäis du se (scil.: d'M.)?; c. «sich entschieden täuschen» — hues de d'M. gesinn?
 
Männi I M.: 1) «Mörteltrog» — cf. Vull sub 3), Männchen sub 8) — abfällig: en dréit de M. op der neier Plaz (er hat nur eine untergeordnete Stellung); 2)s. Männchen sub 10 und 16.
 
Männi II M. 1) häufiger Ruf-, Kosename: «Sohn, Ehemann» — eise M. as op Paräis — cf. Männchen sub 2); 2) (Pl. Männiën) «Männchen» (Ammenspr.) — kuck, wat huet dat Klengt Männie gemoolt — cf. Männchen sub 4)a.; 3) (Mosel, nur Pl.) «Gendarmen» — s. Männ II sub 2).
 
Männi III (lok.: Rambrouch) M.: «Lehmboden» — et as pure M. do — man unterscheidet: wäisse M., roude M.
 
Männikussi M.: «Männchen» (Kinderspr.).
 
Mänong, Meenong, Mänonk, Meenonk (Mosel: Mengéng, Meenejen, Ösl.: Mengéchen, Nösl.: Méngjen, Mengjen) F.: 1) «Meinung, Ansicht» — 't as alt eng M. wéi eng aner — dien huet eng gutt M. vu sech — ech hu méng M. durechgesat — si waren all enger M. — d'M. wor nët esou schlecht — wat läit mir un der M. vun de Leid! — du hun ech em awer méng M. gesot, an dat nët ze knaps (meine Meinung gehörig gesagt); 2) «Vorsatz» — Raa.: d'gutt M. beschléisst d'Beicht — d'gutt M. mécht alles — spaßh. Zus.: a(n d') Britt mécht fett — ähnlich: d'gutt M. mécht séileg, an de Speck mécht fett; 3) «guter Glaube» — looss en dach an där (a sénger) gudder M. (laß ihn doch bei seinem guten Glauben) — hie war (an) där gudder M. et géif esou virugoen — wat d'M. nët alles mécht!
 
mänongskrank Adj.: «einbildungskrank».
 
Mäntelchen M.: 1) Dim. von Mantel (s. d.) — de M. iwer eppes hänken (etwas zu vertuschen, zu entschuldigen suchen) — en hänkt de M. nom Wand; 2) «Attribut eines kirchlichen Würdenträgers» — en huet de M. kritt (er wurde zum Kanonikus ernannt); 3) (lok.: Oberkerschen) «Chormantel»; 4) «Klatschmohn» — dafür auch: Mantelblumm, Rouseblumm, Feierblumm; 5) «Kondom».
 
Mänz(el)cher Pl. (Mosel) 1) a. «Hautlappen der Ziege unter dem Kinn» — [Bd. 3, S. 120] dafür auch: Kläckelchen (s. d. sub 3), Mämmchen (s. d. sub 2); b. (spaßh.) übtr.: «Warzen unter dem Kinn»; 2) «Nebenzitzen am Euter der Kuh, der Ziege».
 
Mäppi M.: 1) (Pennälerspr. lok.) «Schülerin, Studentin» (die mit einer Mappe zur Schule geht); 2) «Zuhälter».
 
Mär, Mäer, Mäier (lok. Syrtal: Mar) I M.: «Bürgermeister» — Ra.: Här a M. (Herr und Meister) — en as M. gin (s. Buurgermeeschter sub 1) — frz. maire; 2) veraltet: «Amtmann» — Ortsneckerei auf die Einwohner von Wormeldingen: déi Wormer Mären (in Wormeldingen saßen vier Herrschafts-Amtmänner für vier Herrschaften).
 
Mär II M.: «dickes Holz, das auf die Kelter gelegt wird» (Mosellanus).
 
Märei (Ton: 2) F.: 1) «Bürgermeisteramt» — cf. Gemeng sub 1 und 4) — se gin haut op der M. bestuet; 2) «Rathaus»; 3) «Gemeindebezirk» — 't gouf an der ganzer M. ausgeschellt — d'ganz M. huet dervu geschwat — d'Gréitchen as dat schéinst a siwe Märeien — si kennen hien a sechs Märeien am Ëmkrees — frz. mairie.
 
Mär(r)éi (Ton: 1) Nebenform zu: Maria (s. d.) — Ausruf: O M.! — s. Märri(chen).
 
Märel I (Lux.-Stadt: Mierel, Vianden: Määrdel) F.: «Amsel» (Turdus merula) — dafür auch: schwaarz M. (Bet. auf der ersten Silbe von Märel), Drecksm., Stackm., Mäerzm., Drecksvull, lok. Monnerich: Trauervillchen — brong M. (weibliche Amsel).
 
Märel II (Lux.-Stadt: Mierel) ON.: «Merl» — Vorort der Stadt Luxemburg — 422 — auf seine vorwitzige Frage: wien as do; wien (wat) as dat? erhält das Kind die abschlägige Antwort: de Männche vu M. oder: dee Klenge vu M. oder: hues du de Männche vu M. nët kannt? — Zus.: a weess de wéi deen et gemaacht huet? deen huet sech sénger Saache bekëmmert — Ra.: Äddi, ech gin op Mierel (laß mich in Ruhe, ich mache nun meine Arbeit) — Zussetz.: Neimärel (s. d.).

 

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