LWB Luxemburger Wörterbuch
 
Schëtz bis Schiedléngsmëttel (Bd. 4, Sp. 128b bis 129b)
 
Schëtz M.: «Schütze» (Engelmann).
 
SchëtzbrietN.: «Schleusenbrett, Brett zum Verschluß des Wasserlaufs».
 
schëtzeg Adj./Adv.: «schnell, flott» — dat as sch. gaang — du gees mer ze sch. — an e bëss-che méi sch.! — deem kënnt et sch. (er ist schlagkräftig, redegewandt) — cf. schnell II, jhitzeg, huerteg, wif, séier, streng.
 
Schëtzel M.: «Bachschleuse» — cf. Bolz sub 1), Schëtzbriet. [Bd. 4, S. 129]
 
Schetzel Personenname: «(seliger) Schetzelo» (Klausner im Grünewald).
 
Schetzelsbaach Bachname: «Schetzelbach» (Oberlauf der weißen Ernz).
 
Schetzel(s)bur M.: «Schetzelquelle im Grünewald».
 
Schetzelshiel F.: «Höhle, in welcher der selige Schetzel gewohnt haben soll, heute zu einer Grottenkapelle umgebaut».
 
schëtzen trans. Verb.: «schützen» (Engelmann).
 
Chevalier (wie frz., Ton: 2) M.: «Ritterorden» (als Auszeichnung) — hien huet de Ch. kritt.
 
Chevalière (wie frz., Ton: 1 oder 2) F.: 1) «Siegelring»; 2) «Uhrkette aus Galon mit Gold- oder Silbereinfassung».
 
Cheviot, Schëwio(tt) M.: «Cheviot» (Art Wollstoff, nach dem nord-englischen Gebirge Cheviot) — dat as renge Sch. — dazu: Schëwio(tt)swot F.: «Anzug aus Cheviot-Stoff».
 
Chevron (wie frz. Ton: 1), Schëwrong M.: 1) «Dachsparren» — cf. Puet I; 2) «Dienstalter-, Rangabzeichen auf Ärmeln» — (Mil., Eisenbahn) chevronnéiert Adj. — dazu (Mil.): Chevronnéierten M.
 
Chevreau (wie frz., Ton: 1) M.: «Ziegenleder» — Ch. glacé (beide Ton: 1 — feines Ziegenleder für Schuhe, Handschuhe).
 
Chevrotine (wie frz.) F.: «Rehposten» (Jagdspr.) — cf. Réiposten.
 
Schewercher Pl. N. — s. Scheefchen.
 
Schi M. — s. Ski.
 
Schib(b)er M.: 1) «Schieber, Klappe» (z. B. an Leitungen); 2) «Tanzart».
 
Schibb(e)rech, Schibbrich ON.: «Schloß Schüttburg» — Gemeinde Kautenbach, Kanton Wiltz — 110 — dazu: Schibbricher Schlass, Millen.
 
Schicht F.: 1) a. «Schicht, Lage» — ënner dem Sand as eng déck Sch. Läm (Lehm) — cf. Lo; b. «Filterschicht» (Weinbau); 2) «tägliche Arbeitszeit, Schicht» — no, vir, op der Sch. — op der Schmelz schaffen s'an dräi Schichten: Muerges- oder Fréischicht, Mëttes- oder Spéitschicht, Nuet(s)schicht — op d'Sch. goen, fueren — vun der Sch. kommen — am Walzwierk sin dräi Schichten, dovu sin der zwou warem an eng kal (in zwei Schichten wird gewalzt, während der dritten werden die notwendigen Reparaturen vorgenommen) — wann de Bier (s. d. sub 2) tut, as d'Sch. eriwwer — dazu: Schichtenauto M.: «Autobus, der die Arbeiter zur Schicht fährt» — Zussetz.: Feier-, Fréi-, Mëttes-, Muerges-, Sonndes-, Spéitschicht.
 
Schick I M. — s. Jhick I.
 
schick II Adj./Adv.: «schick, anständig» — e schicke Mantel — en as sch. gekleet — et wor ganz sch. vu sénger Säit — e schicken Typ — en huet sech sch. beholl — substantiv.: en huet näischt Schickes u sech — dazu: Schick M.: «Schick» — de leschte Sch.
 
schicker, schigger, schigg(e)ri Adj.: 1) «betrunken» — e wor gëscht den Owend al sch.; 2) (lok. Echt.) — et schicker hoan (es fein haben) — cf. schick, schécker.
 
Schicks F. — s. Schicksel.
 
Schicksal N. — wie hd.
 
Schicksel, Schicks, Schécks F.: «(leichtsinniges) Mädchen» (jiddisch) — cf. Fochtel (Nösl.).
 
Schiecher M. — s. Schächer.
 
Schiecht, Schächt F.: 1) «Schienenrute des Webers» (Schiechten: einfache Stäbe, die zwischen den Längsfäden [d'Waarp, d'Worp] durchgezogen sind, sie bewirken die Kreuzung der Fäden; an den Schiechten ist ein Gewicht, der Klonkes [s. d.], damit sie nicht von ihrer Stelle rutschen); 2) «Holz zum Auftragen der Schliicht (s. d. — C)» — Ra.: d'Schiecht an d' Schliicht geheien (die Flinte ins Korn werfen).
 
schiechten, schiichten trans. Verb.: «mit Weberkleister bestreichen» (C).
 
schiedeg, schedeg Adj.: «schattig» — déi sch. Plazen opsichen — dafür eher: de Schiet opsichen.
 
Schiedel, SchedelM.: «Kalkmaß (Hohlmaß), 625 Liter».
 
schieden (lok. Echt.: scheden) trans. Verb.: «beschatten, Schatten geben».
 
schiedlech (lok. Echt.: scheedlich) Adj.: «schädlich» — sch. Gedéiesch (Schädlinge) — dazu: Schiedlechkät F.; Schiedléngsmëttel N.: «Schädlingsbekämpfungsmittel».

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

© 2010 - Projekt LexicoLux des Laboratoire de linguistique et de littératures luxembourgeoises der Universität Luxemburg, in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier
Hinweis zum problematischen Wortgut