LWB Luxemburger Wörterbuch
 
Schwiefsee bis Schwoud, Schwued (Bd. 4, Sp. 202b bis 203b)
 
Schwiefsee F.: «Schweifsäge» (Wb. 06).
 
Schwier (Nösl.: Schwärr, Wiltz: Schweer, Vianden: Schwär) M.: «Schwär, Geschwür» — en huet den Hals voller Schwieren — de Sch. as zeideg, as opgaang — Zussetz.: Blutt-, Moschwier. [Bd. 4, S. 203]
 
schwieren (lok. Echt., Wiltz: schweren — Konjug.: Ind. Präs.: du schwiers, schwiirs — in vielen Lokalma. nur im Part. Prät.: geschwuer, Echt.: geschwor, Nösl.: geschwuarren) trans./intr. Verb.: «schwören» en huet nët héijer geschwuer wéi op deem Metzler séng Hamen (schätzte die Schinken dieses Metzgers sehr hoch ein) — en huet un hie geschwuer (hatte eine hohe Meinung von ihm, Vertrauen) — ech kënnt der et sch. — ech hätt geschwuer, du wiirs et, sou huet deen der geglach — Echt.: ich hat mich dës geschwor, nët mi mat him ze schwezen — dem Däiwel e Bän (erof-)sch. (für alles und jedes schwören, ob wahr oder falsch — C) — Zussetz.: beschwieren — cf. Gafel sub 5).
 
Schwiewel (lok. Echt., Wiltz: Schwewel, Vianden: Schwiäwel, Nösl.: Schwäwel) M.: 1) «Schwefel» — si halen zesummen ewéi Pech a Sch.; 2) «Schwefelstaub» (Winzerspr.).
 
Schwiewel- / schwiewel- -balleg M.: «Schwefelzerstäuber» (Winzerspr.); -bléi F.: «Schwefelblüte» (loser Schwefel); -gallem M.: «Schwefeldampf» — de Sch. deet een ersträmmen; -giel Adj.: «schwefelgelb»; -kränkt F.: «Oïdium» (lok.: Schengen) — cf. Sprëtzkränkt; -männchen M.: «Knallfrosch» (C); -pond F.: «Spund mit Haken, woran beim Schwefeln der Fässer der brennende Schwefelschnitt hängt»; -saier F.: «Schwefelsäure»; -spounM.: «Schwefelhölzchen, Zündhölzchen» — jetzt dafür: Fixspoun; -wick F.: «Schwefelschnitt» (lok.: Esch a. d. Alz.) — cf. Brätschëft.
 
schwieweleg Adj.: «schwefelig».
 
schwiewelen (Nösl.: schwäwelen, schwiäwelen) trans. Verb.: «schwefeln» — d'Fässer, d'Beie sch. — d'Riewe sch. goen.
 
schwiewen (Nösl., Vianden: schwiäwwen, schwuäwwen) intr. Verb.: «schweben» — den Héngerdéif schwieft an der Luucht — wou soll dee Jong dann elo an der Welt erëm sch.? (sich herumtreiben) — wou schwieft deen dann erëm, e sollt laang doheem sin — hie schwieft an der Minettsgéigend doruechter — e schwieft am siwenten Himmel, an der Luucht, an de Wollécken (er ist mit den Gedanken in den Wolken) — dat schwieft nach alles an der Loft (ist noch ungewiß).
 
Schwill I (lok.: Echt.) F.: «Anschwellung» — s. sub schwëllen, Geschwill.
 
Schwill II (lok.: Greiveldingen) F.: «Wäscheklammer».
 
Schwindel M.: 1) «Schwindel, Betrug» — dee Sch. kenne mer! 2) (Neol.) — s. Schwemmel.
 
schwindelegs. schwemmeleg.
 
schwindelen intr. Verb.: «schwindeln» — dazu: Schwindler M.: 1) «Schwindler»; 2) «Angeber»; Schwindelmeier M. — Zussetz.: beschwindelen.
 
Schwindsucht (Neol.) F.: «Schwindsucht» — dafür auch: Auszieréng, derb: Vreckecht — mäi Portmonni huet d'Sch.
 
Schwippschwoër M.: «Schwippschwager».
 
schwireg Adj.: «schwierig» (Neol.) — dazu: Schwiregkät F. — en hat Schwiregkäten — si hun him Schwiregkäte gemaacht.
 
Schwirrel M.: «Feldschwirl» (Locustella naevia).
 
Schwitz M.: 1) «Hundename»; 2) «Dummerian» — du (domme) Sch.!
 
Schwiwwelpëtz (lok.: Lieler) N. — s. Wibbelpëtz, Jubbel-, Juckelpëtz.
 
Schwob I M.: 1) «Schwabe»; 2) «Dummkopf, leichtgläubiger Mensch» — sou e(n domme) Sch.!
 
Schwob II M.: «Schwabe» (Stück Reifen oder Stückchen Holz, das die Böttcher in den Schluß eines Reifens legen, wenn er zu weit ist — Ga).
 
Schwob III M.: «Küchenschabe» (Kerbtier).
 
Schwob IV (Dim. Schwebercher, Schweebcher): «frühere Kartoffelsorte».
 
Schwod M. und F. — s. Schluecht II.
 
Schwoër, Schwor (Pl. Schworen — Mosel: Schwoar, Echt.: Schwouer, Pl. Schwäier, Mittelsauer, Vianden: Schwar, Pl. Schwär) M.: «Schwager».
 
Schwonk M.: «Schwung» — eng Maschin an de Sch. kréien — a(n de) Sch. kommen — mat oder ouni Sch. — wa mir bis am Sch. sin, da fluppt et (bei der Arbeit, Ausgelassenheit) — hien as am Sch. (er hat einen Schwips) — cf. Schwank.
 
Schwonkrad N.: «Schwungrad».
 
Schwoud, Schwued M. — s. Schluecht II.

 

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