WLM Wörterbuch der Luxemburgischen Mundart
 
Dèttschert bis Dillschnidder (Bd. 1, Sp. 62 bis 63)
 
Dèttschert m., hoffnungsloser Gesundheitszustand. — den D. hun, erschöpft sein.
 
Dêwelt(l), Deifelt (Dorf).
 
deⁱwech a., 1. diebisch; 2. sehr tief, s. die Endung ech.
 
deⁱwen va., stehlen.
 
Deⁱwerei f., Dieberei.
 
Dezèmber n., Dezember.
 
Deⁱz m., Knicker, s. Wâk, niederrh. Dôz.
 
Dibbelchcn m., kleine Scheidemünze, Verkleinerungsform von Dubbel.
 
Dibbesjen m., kleines Kind.
 
Dicherkumer f., Kammer, worin das gebrauchte Leinen aufbewahrt wird.
 
Dicherkuref m., Waschkorb.
 
dicht a., dicht.
 
Dichtbudem m., oberer Schiffsboden.
 
dichtech a., 1. tüchtig; 2. wohlhabend; mnd. düchtigh.
 
Dichtechkêt f., Tüchtigkeit.
 
dichten va., dichten.
 
dîchten vn., 1. nachdenklich sein, grübeln; 2. zielen; 3. dicht machen.[Bd. 1, S. 62b]
 
Dichter m., Dichter.
 
Dîchtert n., Grübler.
 
Dickelchen n., Küchlein in der Kindersprache (weil die Hühner mit dik dik gelockt werden). Wiegenlied:

Eia popeia, schlo t Dickelchen dot,
Et lét mer kèng Êer, et frösst mer mei Brot.
Mer rappen em all seng Fⁱederen aus
A mâchen dem Kendchen e Bètt chen draus.


 
Dicks npr., literarisches Pseudonym des Nationaldichters de la Fontaine.
 
Dideburech(l), Dorf Thiaumont in der belgischen Provinz Luxemburg.
 
Diedenuwen(l), Diedenhofen (Stadt in Lothringen).
 
Didleng(l), Düdelingen (Dorf).
 
Dijel m., Tiegel; wf. diegel.
 
Dijel(l), Dideling (Dorf).
 
dijelech a., passend, gedeihlich, vorteilhaft, tauglich; mnd. dijen, gedeihen, dogelick, tauglich, nl. degelyk.
 
Dikdik m., Hühnchen.
 
Dikelchen n., Hühnchen.
 
Dikrech(l), Diekirch (Stadt).
 
Dile-männchen m., 1. gebräuchlicher Himmelsschlüssel (Blume); 2. Stempel, Pistill der Blume; 3. Männlein.
 
Diliènz f., Postwagen; fr. diligence.
 
Dill m., Diele, Brett; althd. dilo, mhd. dile.
 
dillen va., mit Dielen belegen.
 
dillen a., aus Dielen gemacht.
 
Dillendaz m., Tanz wie ihn ungeschulte Tänzer aufführen, s. Dillendapp.
 
Dillendapp m., Knopf mit durchgesteckten Hölzchen als Kreisel dienend; ma. dildap, dillendop, dumm, wf. diddeldöppken und dilldöppken,[Bd. 1, S. 63a] kleiner Kreisel, mnd. tiletappe, plumper, läppischer Mensch.
 
Dillendäppchen m., dim. v. Dillendapp.
 
Dillendènn m., Dreschtenne; vgl. Diele und Tenne.
 
Dilles nprm., Egidius.
 
Dillschnidder m., Brettsäger.

 

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