WLM Wörterbuch der Luxemburgischen Mundart
 
Döppchen bis Drâch (Bd. 1, Sp. 67 bis 68)
 
Döppchen,  n.  dim.
Döppchesmôss,  f.
Döppefèst,  n.
Döppeflêsch,  n.
Döppegeⁱsser,  m.
Döppe-kreⁱmer,  m.
Döppen,  n.
Dor,  nprf.
dôranner,  av.
dôraus,  av.
dôrausser,  av.
dôriwer,  av.
Dorjékel,  m.
dôrönner,  av.
Dos,  f.
Dôsbrech
Dösch,  m.
Döschblât,  n.
Dôschbrⁱet,  n.
Döschelchen,  m.
Döschelduch,  n.
Döschmèsser,  n.
Dösch-nôper,  m.
Döschtel,  f.
Döschteldâr,  m.
Döschteldⁱet,  f.
Döschtelfenkelchen,  m.
Döschtelkapp,  m.
Döschtelpekelchen,  m.
Dösch-wein,  m.
doselen,  vn.
Dosen,  f.
Dôt,  f.
dot,  a.
Dotschlâch,  m.
Dotschleⁱer,  m.
dotvo,  a.
dônn,  av.
dôuwen,  av.
dôvun,  av.
Drâch,  m.
drâchech,  a.
Drâchechkêt,  f.
Drâchekapp,  m.
Drâf
dra-fâlen,  vn.
Draff,  m.
dra-flappen,  vn.
Drâft,  m.
Draguner,  m.
Drâm,  m.
Drâmbuch,  m.
Drâm-döschtel,  f.
drämen,  va.
Drämerei,  f.
Drämert,  m.
Drämesch,  f.
drân,  av.
Drak,  m.
Dränk,  f.
Drak-âpel,  m.
Drak-bir,  f.
dränken,  va.
Drakfâss,  n.
drann,  av.
dra-schlôen,  vn.
drasech,  a.
Drau,  f.
Draubur,  m.
Drauf,  f.
Draufelt
draupech,  a.
Draupechkêt,  f.
Drauwekraz,  m.
Drauwemônt,  m.
Drauwenhèck,  f.
Drauwetack,  m.
Drauwewⁱeder,  n.
Drauwewollef,  m.
Dré,  f.
Dreⁱ,  f.
Dreⁱbänk,  f.
dreⁱch,  a.
Drechekummer,  f.
drechen,  a.
drechenen,  va.
Drechent,  f.
Dreⁱchhêt,  f.
Drèck,  m.
drèckech,  a.
Drèckechkêt,  f.
Drèckerei,  f.
Drècksâk,  m.
drèckselen,  va.
Drèckseler,  m.
Drècks-èller,  f.
Drècks-paz,  f.
Drècksprofeⁱt,  m.
Drècks-schlapp,  f.
Drècks-teimer,  m.
Döppchen n., dim. von Döppen, Töpfchen.
 
Döppchesmôss f., knappes Maß, eig. mit dem Töpfchen Gemessenes.[Bd. 1, S. 67b]
 
Döppefèst n., kleines Dorffest, eig. Topffest.
 
Döppeflêsch n., frisches Fleisch, das weder eingepökelt noch geräuchert ist.
 
Döppegeⁱsser m., Kesselflicker, eig. Topfgießer; W. döppegiesser. — sech verdrôe weⁱ d D., sich schlecht vertragen.
 
Döppe-kreⁱmer m., Topfkrämer; wf. düppenkraemer.
 
Döppen n., Topf; wf. düppen. — 't ass kên D. eso klèng, et fönt sein Dèckel, es ist kein T. so klein, er findet seinen Deckel, dh. auch kleine, unansehnliche Mädchen finden einen Mann. Köln.: et ess kein Döppchen esu scheif, et fingk sien Deckelche. — de Wösch an t D. kreⁱen, mit dem vorlieb nehmen müssen, was bei Tisch übrig geblieben, wenn man zu spät zum Essen kommt. — en âlt Döppen, ein altes Weib. — klèng D. lâfe gⁱer iwer, sagt man, wenn ein kleiner Mensch leicht böse wird. Köln.: klein Döppe laufe gän üvver. — en hut op all Döppche sein Dèckel, er bleibt keine Antwort schuldig. — deⁱ âl D. kachen am bèschten, die alten Kochtöpfe sind die besten, sagt man, um die Vorzüge des Alters hervorzuheben. — klèng D. hun heiansdo gross Oren, kleine T. haben manchmal große Henkel, dh. kleine Kinder horchen gern. — en D. dât kacht, läft lîcht iwer, ein Topf, der kocht, läuft leicht über, dh. im Zorn geht man leicht zu weit.
 
Dor nprf., Dorothea.
 
dôranner av., dahinein.
 
dôraus av., daraus.[Bd. 1, S. 68a]
 
dôrausser av., da heraus.
 
dôriwer av., da herüber.
 
Dorjékel m., nicht begabter Mensch.
 
dôrönner av., darunter.
 
Dos f., Dose, Büchse.
 
Dôsbrech(l), Dasburg (Dorf).
 
Dösch m., Tisch, pl. Döscher, vgl. engl. dish, mnd. disch, wf. disk. — den D. gedèckt fannen, den T. gedeckt finden, dh. in ein gut eingerichtetes Haus einheiraten. — wât önner den D. fällt, ass fir d Môt, was unter den T. fällt, ist für die Magd, dh. man soll den Dienstboten auch etwas gönnen, wenn man sich belustigt. — e gudden D. mâchen, eine gute Küche führen.
 
Döschblât n., Tischplatte.
 
Dôschbrⁱet n., Tischbrett.
 
Döschelchen m., Tischlein.
 
Döschelduch n., Tischtuch.
 
Döschmèsser n., Tischmesser.
 
Dösch-nôper m., Tischnachbar.
 
Döschtel f., Distel.
 
Döschteldâr m., Distel.
 
Döschteldⁱet f., Distelhacke.
 
Döschtelfenkelchen m., Stieglitz, eig. Distelfinkchen.
 
Döschtelkapp m., Distelkopf.
 
Döschtelpekelchen m., Distelfink.
 
Dösch-wein m., gewöhnlicher (Tisch)wein.
 
doselen vn., wie ein Betrunkener reden oder gehen.
 
Dosen f., Dutzend; fr. douzaine, mnd. dosin, engl. dozen.
 
Dôt f., Tat; mnd. dât. — op der Dôt, sofort, auf frischer Tat.
 
dot a., tot; ags. dêad, eng. dead.
 
Dotschlâch m., Totschlag.
 
Dotschleⁱer m., 1. gefährlicher Mensch; 2. gefährliches Jnstrument.[Bd. 1, S. 68b]
 
dotvo a., besinnungslos betrunken; fr. ivre-mort.
 
dônn av., daran.
 
dôuwen av., da oben.
 
dôvun av., davon, von dem.
 
Drâch m., 1. Drache; 2. dummer Mensch; 3. Dummheit, Beschränktheit; wf. sodrach; 4. Alpdrücken. — den D. lasslôssen, dumm handeln. — den âlen D., abnehmende Geisteskraft im Greisenalter.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

© 2010 - Projekt LexicoLux des Laboratoire de linguistique et de littératures luxembourgeoises der Universität Luxemburg, in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier
Hinweis zum problematischen Wortgut