WLM Wörterbuch der Luxemburgischen Mundart
 
Hämmchen bis Hadvoll (Bd. 1, Sp. 161 bis 163)
 
Hämmchen,  f.  dim.  v.
Hammel,  m.
Hämmelflêsch,  n.
Hämmelsbichelchen,  m.
Hämmelsbrôt,  m.
Hämmelsgesîcht,  n.
Hämmelsmarsch,  m.
Hämmelsplak,  f.
Hämmertällchen,  nprm.
hampechen,  vn.
Hamperen,  pl.
hân,  va.
Hân,  nprf.
Haneⁱ,  nprf.
Had,  f.
Hadârbecht,  f.
Hadbîscht,  f.
Hadbrèms,  f.
hadbrét,  a.
Händchelblumm,  f.
Händchen,  f.  dim.
Hadduch,  n.
Handel,  m.
handelen,  vn.
Hadgèld,  n.
Hadgelènk,  n.
Hadgepönns,  n.
Hadgröff,  m.
handgröfflech,  a.
Hadhummer,  m.
Hadkèssel,  m.
Hadkuref,  m.
Hadlânger,  m.
hadlângeren,  vn.
Hadmillen,  f.
Hadpärd,  n.
Hadpompel,  f.
Hadprèss,  f.
Hadschröft,  f.
Hadsé,  f.
Hadtrêch,  m.
Hadvoll,  f.
hadwènnes,  av.
Hadwⁱerek,  n.
Hadwⁱerksborscht,  m.
Hadwⁱerksgeschir,  n.
Hadwⁱerksma,  m.
Hadzêchen,  n.
Hadzêchnong,  f.
Hâneⁱ,  nprf.
Hang,  f.
Häng,  f.
Hângeisen,  n.
hangels,  a.
Hak,  m.
Häk,  f.
häkech,  a.
Häkelek,  f.
häken
Häkes-affär
Häkeschgâss,  f.
häkeswⁱert,  a.
Hänn,  nprm.
hannebei,  av.
hannebleiwen,  vn.
hannekommen,  vn.
hannen,  av.
hannenaus,  av.
hannenaus-schlôen,  vn.
hannendrun,  av.
hannenerdurech,  av.
hannenerem,  a.
hannen-eriwer,  av.
hanne-no,  av.
hannenop,  av.
hanner,  pr.
Hannerbau,  m.
hannerbrengen,  va.
hannerdreiwen,  va.
Hannerek,  m.
hannereks,  av.
hannerenên,  av.
hannerfällech,  av.
Hannergedaken,  m.
hannergôen,  va.
hannerhällech,  a.
hannerläschtech,  a.
hannerlôssen,  va.
Hannerlôsseschâft,  f.
Hannermols,  n.
Hanner-tech,  m.
hannerwands,  av.
hannerwènnech,  a.
hannerzech,  av.
Hännes,  nprm.
hannescht
hannevir,  av.
Hannevir,  m.
hannewidder,  av.
Hans,  m.
Hämmchen f., dim. v. Hâm, kleiner Schinken.
 
Hammel m., Hammel.
 
Hämmelflêsch n., Hammelfleisch.
 
Hämmelsbichelchen m., 1. Hammelskeule; 2. große Hand.
 
Hämmelsbrôt m., gebratene Hammelskeule.
 
Hämmelsgesîcht n., Schafgesicht.
 
Hämmelsmarsch m., alter volkstümlicher Marsch, womit die Kîrmes in der Stadt Luxemburg angekündigt wird. Früh am Kîrmessonndech durchziehen bändergeschmückte Hammel die Straßen der Stadt, geleitet von Musikanten, welche den Hämmelsmarsch spielen. Der Anführer derselben führt einen zinnernen Teller bei sich, auf den die Bürger eine Geldspende niederlegen.
 
Hämmelsplak f., gemeiner Hohlzahn (Pfl.).
 
Hämmertällchen nprm., (Flurname) Hammer Tälchen.
 
hampechen  vn., hantieren.
 
Hamperen  pl., wilde, rote Himbeeren.
 
hân va., haben (Oesl.).[Bd. 1, S. 162a]
 
Hân und Haneⁱ nprf., Hännchen, Johanna.
 
Had f., Hand; pl. Hänn; mnd. hant. — vir der H. av., vorläufig. — gleich bei H. sin, gleich zur Stelle sein. — èng H. wäscht deⁱ âner, eine Hand wäscht die andere. — aus eⁱschter H., direkt vom Eigentümer. — et an der H. hun, in seiner Gewalt haben. — d rⁱecht H. vun èngem sin, in hohem Ausehen bei jemand stehen. — deⁱ rⁱechts Had op der leker Seit hun, linkshändig sein. — önner und aus der H. verkâfen, aus freier Hand verkaufen. — èngem an d H. gôen, einem helfen. — op der H. gemâcht, Handarbeit. — bei H. sin eweⁱ èng Schongbîscht, dienstbeflissen sein. — èng frei Had gêt durech t Lad, eine freie Hand geht durch das ganze Land. — d H. iwer ên hâlen, die H. halten über jemand, dh. beschützen. — d H. ôfschlôen, die H. abschlagen, dh. seine Hülfe versagen. — klⁱewech Hänn hun, H. haben, an denen alles kleben bleibt (von Dieben). — deⁱ Sâch hut H. a Foss, die Sache ist praktisch, gut überlegt. — gof dér e Béngel an d H., das ist geflunkert (abweisende Redensart). — èngem èng H. lângen, einem die Hand reichen, helfen. — iwer d H. ârbechten, in unbequemer Stellung arbeiten. — vill Hänn lèsche vill Bränn, viele Hände löschen viele Feuersbrünste. — èng H. eweⁱ en Hämmelsbichelchen, e. Hand wie e. Hammelskeule. [Bd. 1, S. 162b] — mat beⁱden Hänn no èppes greifen, gierig nach etwas langen. — Hänn a Feⁱss gebonnen hun, nicht frei sein. — sech wⁱere mat Hänn a Feⁱss, sich wehren mit Händen und Füßen. — wârem Hänn, Leⁱft uneⁱ Ènn, warme Hände, Liebe ohne Ende. — kâl Hänn, wârem Leⁱft, kalte H., warme Liebe. — dât ka ê mat zwo Hänn greifen, das ist sonnenklar. — aus der H. an den Zat, aus der Hand in den Zahn (nicht an das Sparen denken). — ên op den Hänn drôen, jemand liebevoll behandeln. — ên önner den Hänn hun, einen bearbeiten. — èng Had heⁱje Spèck, handhoher Speck. — d Hänn net unzelée wössen, nicht wissen, wo angreifen.
 
Hadârbecht f., Handarbeit.
 
Hadbîscht f., Handbürste.
 
Hadbrèms f., Handbremse.
 
hadbrét a., handbreit.
 
Händchelblumm f., purpurroter Fingerhut (Pfl.).
 
Händchen f., dim. von Had, Händchen. — deⁱ scheⁱn Händchen, die rechte Hand (in der Kindersprache).
 
Hadduch n., Handtuch.
 
Handel m., Handel. — e gudden H. mâchen, ein gutes Geschäft machen.
 
handelen vn., handeln, einen Handel abschließen.
 
Hadgèld n., Handgeld.
 
Hadgelènk n., Handgelenk.
 
Hadgepönns n., Handgespinnst.
 
Hadgröff m., Handgriff.
 
handgröfflech a., was man mit den Händen greifen kann.
 
Hadhummer m., Handhammer.[Bd. 1, S. 163a]
 
Hadkèssel m., 1. Handkessel; 2. dienstwilliger Mensch.
 
Hadkuref m., Handkorb.
 
Hadlânger m., Handlanger, Gehilfe.
 
hadlângeren vn., Handlangerdienste verrichten.
 
Hadmillen f., Handmühle.
 
Hadpärd n., Handpferd.
 
Hadpompel f., Handpumpe.
 
Hadprèss f., Handpresse.
 
Hadschröft f., Handschrift.
 
Hadsé f., Handsäge.
 
Hadtrêch m., 1. Handstreich; 2. Gelöbnis. — H. hâlen, eine Verlobung feiern.
 
Hadvoll f., Handvoll.

 

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