WLM Wörterbuch der Luxemburgischen Mundart
 
Hättchen bis Haushaltong (Bd. 1, Sp. 169 bis 170)
 
Hättchen,  f.  dim.
hätten
Hatten
Hattenhoz,  n.
Hatzebatz,  m.
Hatzebⁱerech
Hatzebockel,  m.
Hatzefatz,  m.
hatzelen,  va.
hauchen,  vn.
hauenter,  av.
hauer,  av.
hauerter,  av.
Hauf,  f.
Haufelescht
haulen,  vn.
Hauneref
Haupert,  nprm.
Haupeschbreⁱtchen,  n.
Haupeschdâch,  m.
Haupesch-schlössel,  m.
Haus,  n.
Hausaptekt,  f.
hausbâken,  a.
Hausbâkebrot,  n.
Hausgebâkebrot,  n.
Hauscht,  m.
hauschtech,  a.
Haus-dauf,  f.
Hausdeⁱer,  n.
Hausdeiwel,  m.
Hausdir,  f.
Hausdrâch,  n.
Haus-eⁱer,  f.
hausen,  vn.
Hausfra,  f.
Hausgak,  m.
hausgemâcht,  a.
haushâlen,  vn.
haushälteresch,  a.
Haushältesch,  f.
Haushaltong,  f.
Haushod,  m.
Hauskascht,  m.
Hauskâz,  f.
Hausknⁱecht,  m.
Hauskreiz,  n.
Hausmâchen,  n.  a.
Haus-mârdeⁱer,  n.
Hausmêschter,  m.
Hausmok,  f.
Hausmöttel,  n.
Hausplâz,  f.
Haus-schwap,  m.
Haustack,  m.
Hausteier,  f.
Haustrâp,  f.
Hauswⁱesen,  n.
Hauszens,  m.
haut,  av.
Haut,  f.
hautjesdâchs,  av.
hautnâss,  a.
Hauwebad,  m.
Hauwekapp,  m.
Hauweleⁱerchen,  f.
Hauwelud,  f.
Hauwen-zâng,  f.
Hauwetack,  m.
Hâ-zat,  m.
hé!
,  n.
,  n.
heⁱ,  a.
Hêbekel,  m.
Hêblummen,  fpl.
heⁱch,  a.
heⁱch,  a.
Hèchel,  f.
Hèchelek,  m.
hèchelen,  va.
hèchelen,  vn.
heⁱchneⁱdech,  a.
Heⁱcht,  f.
Hècht,  m.
Hⁱecht,  m.
Hⁱechtegeböss,  n.
hⁱechten,  va.
Hⁱechtlek,  m.
Heⁱchzeit,  f.
Hèck,  f.
Hèckebenedikt,  m.
Hèckebⁱer,  n.
Hèckefösch,  m.
Hèckefransos,  m.
Hècke-frèsch,  m.
Hècke-grâtsch,  f.
Hèckeknuwelek,  m.
Hèckekreⁱschel,  f.
Hèckendâler,  m.
Hättchen f., dim. v. Hatt, kleine Hotte.
 
hätten, 1. und 3. Pers. Plur. Condit. von hun, haben. — H. ann Hâten wôren zwo âremer Štâten, Hätten und Hatten waren zwei arme Städte (mit diesem Spruch wird die Eitelkeit leerer Wünsche bezeichnet). — vun H. sin, einer, der gern immer hätte, aber nichts hat.
 
Hatten(l), Dorf Hotte in der belgischen Provinz Luxemburg.
 
Hattenhoz n., wollige Schlinge, Viburnum Lantana (Pfl.).
 
Hatzebatz m., der gekrümmte Rücken. — ên op den H. hulen, einen auf den Rücken nehmen.
 
Hatzebⁱerech(l), Anhöhe bei Arlon, reich an feuerfester Erde.
 
Hatzebockel m., in der Redensart: um H. drôen, (einen Menschen) auf dem Rücken (Bockel) tragen; der Getragene wird natürlich gerüttelt (gehatzelt); wf. hatsbock, für hartsbock, Hirschbock; mnd. hokeboken, ma. hotzeln, auf dem Rücken tragen, Els. hotzel, Schultersitz.
 
Hatzefatz m., s. Hatzebockel.[Bd. 1, S. 169b]
 
hatzelen va., schütteln, rütteln; hol. hutschen.
 
hauchen vn., ausatmen, hauchen. — an d Hänn hauchen.
 
hauenter av., unlängst, s. hauer.
 
hauer av., unlängst, s. hauenter.
 
hauerter av., gestern (Mosel).
 
Hauf f., Haube; ald. hûbe, str. f. Mütze, zu houbet, althd. haupit, mnd. hôbet, houwet. — d H. wönsch sötzen hun, nicht gut aufgelegt sein. — èng an d H. kreⁱen, 1. betrunken werden; 2. einen Streich gegen den Kopf bekommen.
 
Haufelescht(l), Houffalize (Dorf).
 
haulen vn., heulen.haulerech a., der gerne laut weint; Els. hülezig, zum Weinen gestimmt.
 
Hauneref(l), Dorf Honville in der belgischen Provinz Luxemburg.
 
Haupert nprm., Hubert.
 
Haupeschbreⁱtchen n., gesegnetes Brötchen zum Schutz gegen tolle Hunde.
 
Haupeschdâch m., St. Hubertustag (Jagderöffnung).
 
Haupesch-schlössel m., wundertätiger Schlüssel des hl. Hubertus, eig. ein Eisenstift mit breitem Kopfe, auf welchem ein Jagdhörnchen eingegraben ist; wird zum Schutz gegen tolle Hunde getragen; auch brennt man damit das Hausvieh.
 
Haus n., 1. Haus; 2. Auge eines Hammers u. s. w., wodurch der Stiel gesteckt wird. Pl. Heiser. — un âl Heiser ann âl Husen ass ömmer ze fleken, an alten Häusern und alten Strümpfen ist immer zu flicken. — kên H. uneⁱ Maus, kein Haus ohne Plage. — dé wöt wunne rèng, dé bleif a sengem Haus elèng, wer ruhig wohnen will, der wohne allein in seinem Hause.[Bd. 1, S. 170a]
 
Hausaptekt f., Hausapotheke.
 
hausbâken a., hausbacken.
 
Hausbâkebrot und Hausgebâkebrot n., im Hause selbst gebackenes Brot (im Gegensatz zu Bäckerbrot).
 
Hauscht m., Schober.
 
hauschtech a., erzürnt.
 
Haus-dauf f., Haustaube.
 
Hausdeⁱer n., Haustier.
 
Hausdeiwel m., Hausangehöriger, der die übrigen Familienmitglieder quält. — Kîrchenèngel, Hausdeiwel, so bezeichnet man eine frömmelnde, unerträgliche Frau.
 
Hausdir f., Haustüre.
 
Hausdrâch n., Hausdrache, böses Weib.
 
Haus-eⁱer f., nur in der Redensart: èngem d H. undunn, gegen jemand sein Hausrecht gebrauchen; jemand über die Schwelle jagen (in Hessen Ere = Schwelle), s. Är.
 
hausen vn., hausen, wirtschaften.
 
Hausfra f., Hausfrau. — èng fleissech H. ass deⁱ bèscht Špurbex, eine fleißige Hausfrau ist die beste Sparbüchse.
 
Hausgak m., Hausflur.
 
hausgemâcht a., im Hause selbst verfertigt.
 
haushâlen vn. haushalten.
 
haushälteresch a., haushälterisch.
 
Haushältesch f., Haushälterin.
 
Haushaltong f., Haushalt.

 

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