WLM Wörterbuch der Luxemburgischen Mundart
 
âki bis jauneren (Bd. 1, Sp. 198 bis 199)
 
âki nprm., Jakobchen; dim. v. âk, Els. aki.
 
âkli nprm., dim. zu âk; Hf. âkeleⁱ.
 
ako m., 1. Weindrossel (turdus iliacus); 2. Wachholderdrossel (turdus pilaris); 3. Rabe, Papagei.
 
akob1. nprm., Jakob; 2. Marktschreier; ein Händler, der minderwertige Ware zu niedrigen Preisen abzusetzen sucht; — dât ass de ware Jakob, das ist der richtige Mann; wird auch von jemand gesagt, der im Handel zu stark überfordert. 3. Turm auf der Rum, so genannt nach einem der Wärter.
 
Jakobsléder f., Himmelsleiter.
 
Jakobs-tâf m., 1. Jakobsbaldgries; 2. Sperrkraut (Pfl).
 
aloñ m., Absteckpfahl, fr. jalon.
 
alos a., eifersüchtig; fr. jaloux.
 
alosechkêt f., Eifersucht.
 
alusi f., Sonnen=Vorhang; fr. jalousie.
 
Jâmer m., Jammer; mnd. jâmer.
 
jâmeren vn., jammern.
 
jämmerlech a., jämmerlich.
 
Jämmerlechkêt f., Jammer.
 
ämm und ämp nprm., Johann Peter.[Bd. 1, S. 198b]
 
amper und ämpi nprm., Johann Peter.
 
ampir nprm., Johann Peter; fr. Jean Pierre.
 
jamssen vn., bezeichnet das Zischen des nassen Holzes im Feuer.
 
Ja nprm., Johann; wf. Jan. — d' Kⁱerz verbrènnt, ann de Ja tîrft net, die Sache zieht sich in die Länge.
 
andar — m., Polizei; fr. gendarme, bayer. schandar; s. Gandarem.
 
ang nprm,, Johann; fr. Jean. — den âreme ., Armut. — den âreme . am Schâf hun, den armen J. im Schranke haben, sagt man, wenn Schmalhans Küchenmeister ist. — wann den âreme . un der Dir klappt, prengt d Leⁱft zur Fenster aus, wenn die Armut an die Türe klopft, springt die Liebe zum Fenster hinaus. Kinderreim: ang, hul de Läpp an d Had a prang.
 
ängel nprm., Hänschen.
 
angeli nprm., Johann.
 
Jänn u. Jänni nprm., Johann.
 
änn und änni nprf., Johanna; dim. zu franz. Jeanne.
 
Jäp m., Leisten aus Eisen an einem Stabe, um die inwendig in einem Schuhe hervorstehenden Nägel umzunieten.
 
Japp m., 1. contrah. aus Jakob, wf. Jab; 2. Job (der biblische). — ârem weⁱ J., ein armer Schlucker, auch unfähiger Mensch.
 
jappelen vn., traben.
 
jappen va., s. jabbelen.
 
Jappeler m., Diarrhöe. — de J. hun.
 
jappen va., wird gesagt, wenn gleichzeitig mit dem Mähen der Hafer mit dem Fuße rechtwinklig auf die[Bd. 1, S. 199a] Mähfläche gerichtet wird und so bequemer mit dem Rechen zusammengenommen werden kann.
 
arneⁱer f. Scharnier.
 
arr f., Ratsche, womit die Kinder in der Charwoche zur Kirche rufen; Schnarre, s. Garr u. Gärr.
 
arren vn., knarren, schnarren.
 
jäschen va., schwatzen; schwäb. goschel, Mund.
 
asmeng m., Gartenpfeifenstrauch. — wele ., gelber Jasmin.
 
assiñt f., gemeine Hyazinthe.
 
att f., Napf, Tasse ohne Henkel, fr. jatte.
 
Jaudes m., 1. Kette mit Querhölzern, womit die kleinen Fische in das Garn getrieben werden; 2. Judas; 3. örtliche Bezeichnung für den Kuckuck.
 
Jaun f., eine Reihe Feldgarben.
 
jauneren vn., greinen.

 

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