WLM Wörterbuch der Luxemburgischen Mundart
 
änn bis jékelen (Bd. 1, Sp. 198 bis 525)
 
änn und änni nprf., Johanna; dim. zu franz. Jeanne.
 
Jäp m., Leisten aus Eisen an einem Stabe, um die inwendig in einem Schuhe hervorstehenden Nägel umzunieten.
 
Japp m., 1. contrah. aus Jakob, wf. Jab; 2. Job (der biblische). — ârem weⁱ J., ein armer Schlucker, auch unfähiger Mensch.
 
jappelen vn., traben.
 
jappen va., s. jabbelen.
 
Jappeler m., Diarrhöe. — de J. hun.
 
jappen va., wird gesagt, wenn gleichzeitig mit dem Mähen der Hafer mit dem Fuße rechtwinklig auf die[Bd. 1, S. 199a] Mähfläche gerichtet wird und so bequemer mit dem Rechen zusammengenommen werden kann.
 
arneⁱer f. Scharnier.
 
arr f., Ratsche, womit die Kinder in der Charwoche zur Kirche rufen; Schnarre, s. Garr u. Gärr.
 
arren vn., knarren, schnarren.
 
jäschen va., schwatzen; schwäb. goschel, Mund.
 
asmeng m., Gartenpfeifenstrauch. — wele ., gelber Jasmin.
 
assiñt f., gemeine Hyazinthe.
 
att f., Napf, Tasse ohne Henkel, fr. jatte.
 
Jaudes m., 1. Kette mit Querhölzern, womit die kleinen Fische in das Garn getrieben werden; 2. Judas; 3. örtliche Bezeichnung für den Kuckuck.
 
Jaun f., eine Reihe Feldgarben.
 
jauneren vn., greinen.
 
jaupsen vn., schreien, bellen (vom Hunde), E. jaubsen.
 
ausen vn., sausen.
 
auwen va., werfen.
 
jé!hurtig! Els. jé. — da jé! 1. mach schnell! 2. wohl, es sei! — jé, jé! Ausruf, um seinen Unwillen oder eine Abweisung auszudrücken. — jé, o jé! ei, ei! — da jé alt, nun gut, ich bin's zufrieden. — ann domat jé, und damit ist die Sache erledigt.
 
jeⁱdäfen (jeⁱ, dh. jäh u. d., taufen), nottaufen, s. geⁱdäfen.
 
jⁱeden va., jäten, s. gⁱeden.
 
jéen va., (fort=) jagen; mhd. jehen.
 
Jéer m., Jäger.
 
Jéerei f., Ausübung der Jagd.
 
jéersch a., nach Art eines Jägers.
 
jéerschmeⁱssech a., jägermäßig.
 
Jéerproch m., Jägerspruch.
 
Jéerprôch f., Jägersprache.
 
Jeiz pl., Schreie. [Bd. 1, S. 199b] — J. dunn, schreien.
 
Jeiz f., Schreihals.
 
Jeizdeiwel m., Kind, das viel schreit.
 
jeizen vn., schreien; Els. jeise, jammern. — sech d Štrass erôf (wod, futti) jeizen, sich die Kehle wund schreien. — j. eweⁱ e Mⁱerder, schreien (wie ein Mörder). — 't muss ê net j., bis ê geschlôen ass, man soll nicht schreien, bis man geschlagen worden, dh. man soll nicht klagen ohne Ursache.
 
Jeizert m., 1. Schrei; 2. Schreier; 3. Rohrdrossel, eig. Schreihals.
 
Jeizhaz m., Schreihals.
 
Jék und ék nprm., Jakob.
 
Jékel nprm., 1. Jakob; 2. dummer Junge.
 
Jékel m., der letzte Stich in einem Kartenspiel.
 
jékelen vn., unruhig sein, besonders mit den Beinen beim Sitzen, s. juckelen und jickelen; wf. jäckeln, reiten.
 
jékelen vn., Karten spielen nach der Regel, daß der Jékel verliert.

 

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