WLM Wörterbuch der Luxemburgischen Mundart
 
Rⁱedchen bis Reⁱgrâs (Bd. 1, Sp. 353 bis 354)
 
Rⁱedchen n., Rädchen, dim. von Râd.
 
Rèdder und Rödder m., großes Kornsieb; E. Regger, ags. hriddel; s. Reider.
 
Reⁱdech m., Rettig; ags. rädic, Wurzel, lat. radix. — Môntreⁱdech, Monatrettig. — Wanterreⁱdech, Winterrettig.
 
Rêdel m., 1. Riegel; 2. dickes Stück Brot; 3. dünnes, schlankes Buchenstämmchen; ma. reitel, Holzstück, nds. regel.
 
Rⁱedel m., Rötel.[Bd. 1, S. 353b]
 
Reⁱdel(l), Rädelingen, Dorf in der belgischen Provinz Luxemburg.
 
Rⁱedelen pl., Röteln (Kinderkrankheit).
 
rêdelen va., 1. mit einem Riegel versehen; 2. verschließen.
 
Rêdelgènn f., der oberste Heuboden.
 
Reⁱden(l), Redingen (Dorf und Kanton); Reⁱdener Kantong.
 
rⁱeden va., reden; part. p. gerⁱet; Siebb. rêden, gerett.
 
Rⁱedener m., Redner.
 
Reⁱdeng(l), Rodingen (Dorf).
 
Rⁱedensârt f., Redensart. — èng scheⁱ R. hun, schön sprechen.
 
Reⁱder m., Ratgeber. — de R. ass eso gutt eweⁱ den Deⁱder, der Ratgeber ist so gut (schuldig) wie der Täter.
 
rⁱederen va., rädern. — eweⁱ gerⁱedert sin, wie gerädert (todmüde) sein.
 
Rⁱederkaul f., Beschlaggrube der Schmiede, eig. Rädergrube.
 
Rⁱederwⁱerek n., Räderwerk.
 
reⁱen und reien va., rudern.
 
reⁱeren va., rühren, umrühren. — wat ên den Drèck meⁱ reⁱert, wât e meⁱ tekt, wer gegen die Machenschaften eines unehrlichen Gegners einschreitet, muß sich in der Regel auf weitere und größere Unannehmlichkeiten gefaßt machen. — so reⁱert d Fra de Brei, sagt man mit einer kreisförmigen Handbewegung, um die Reihenfolge von links nach rechts zu bezeichnen. — 't ass Kreitche, reⁱer mech net un, sie (er) ist äußerst empfindsam.
 
reⁱeren va., wieder umpflügen (erem ⁱeren).
 
Rⁱef f., Weinrebe; Siebb. rêf. — wel R., wilde Rebe.
 
Rêf m., Reif (eines Fasses usw.); Siebb. rêf. — e R. zevill hun, einen Reif zuviel[Bd. 1, S. 354a] haben, dh. schwachsinnig sein; man sagt im selben Sinne: e R. ze weⁱnech hun. — mam R. pillen, den Reifen schlagen.
 
Rêfchen m., Reifchen.
 
rêfech a., mit einem Reif umgeben. — r. Âen, umränderte Augen.
 
Reⁱfeilnes f., Rohfäule (beim Obst und besonders bei Trauben).
 
Rêfeisen n., Bandeisen.
 
Rⁱefelek m., Wurzelrebe.
 
Rêfenzeⁱer m., Reifenzieher (Küfer).
 
Rⁱefhoz n., Rebenholz.
 
Rⁱeflaus f., Reblaus.
 
Reⁱflèck m., die nicht ausgebrochene Pocke, Hautfleck.
 
Rêfleng m., Rebenzweig.
 
Rêfzâng f., Reifzange.
 
regaleⁱeren va., traktieren; fr. régaler. — sech un èppes r., sich etwas wohl schmecken lassen.
 
Regârd  m., Rücksicht; fr. égard?. — kê R. fir ên hun, rücksichtslos gegen jem. vorgehen.
 
Réḡènn nprf., Regina.
 
Reⁱgêss f., Rehziege.
 
regleⁱeren va., regeln.
 
Réglen fpl., monatliche Reinigung; fr. règles.
 
Reⁱgrâs und Rêgrâs n., wolliges Honiggras. — franseⁱscht R., haferartiges Hanggras.

 

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