WLM Wörterbuch der Luxemburgischen Mundart
 
Robi bis Romenei (Bd. 1, Sp. 362 bis 363)
 
Robi  nprm., Ruprecht, dim. zu fr. Robert.
 
Rock m., 1. Ruck; 2. Strecke Weges; 3. was an einem Morgen oder Nachmittag umgepflügt wird; pl. Rek. — an èngem R., mit einem Mal, ohne Unterbrechung.
 
Rodâch m., Ruhetag.
 
Rodebⁱerech nprm., Name verschiedener Anhöhen in mehreren Teilen des Landes.
 
Rodebösch nprm., Wald bei Kopstal.
 
Rodegommel m., Thymian.
 
rodelzech  a., rötlich.
 
Rodemer (l), Rodenburg (Dorf).
 
rôden va., 1. raten; 2. erraten; ags. raeden, mnd. raden; Siebb. rôden. Konjugation: ech rôden, du reⁱts, hⁱe reⁱt, mir rôden, dir rôt, si rôden. (Siebb. ebenso.)
 
Rodenhaff(l), Rodenhof, 1. Dorf in der belgischen Provinz Luxemburg; 2. Name verschiedener Gehöfte.
 
Rodepötz m., 1. Roterbrunnen in Luxemburg, jetzt vermauert; 2. Platz, wo das Brunnenhaus früher stand.
 
Roderack m., eig. roter Rock. Mit [Bd. 1, S. 362b] dem Ausdruck: èngem senger Mamm hire R. weisen, bezeichnet man eine gefährliche Unsitte, welche darin besteht, Kinder mit beiden Händen am Kopfe zu fassen und sie so in die Höhe zu heben.
 
Roderäckelchen m., dasselbe wie Roderack. Jn Siebenbürgen heißt es: wällst de Krunne (Kronstadt) seⁱn?
 
Rodeschhaff(l), Michelshof bei Echternach.
 
roech a., ruhig; mnd. rowich.
 
roech!stillgestanden!
 
roen vn., ruhen. — dât rot em net, das läßt ihm keine Ruhe.
 
Roer m., 1. Rohr und Röhre überhaupt; 2. gemeines Rohr (Pfl.); s. Ritt.
 
Rôf f., Kolkrabe, s. Ramm.
 
Roff m., Schorf, Kruste einer heilenden Wunde; ahd. hruf, E. Roff, wf. rüef.
 
röffech a., schorfig.
 
Röffel m., Rüffel, Verweis.
 
röffelen vn., kratzen, reiben.
 
Roffkaul f., Vertiefung unter dem Wundschorf.
 
Rokamboll — m., Grasknoblauch; fr. rocambole.
 
Rokes nprm., Rochus.
 
Roll f., 1. Rolle; 2. Bierwagen.
 
Rollefax — m., Brauknecht, der den Rollfuhrdienst versieht; Els. Fax, Brauknecht, fr. fax; vergl. it. facchino, Lastträger.
 
Rolleng und Rollengen(l), Rollingen (Dorf).
 
Rollengergronn(l), Rollingergrund (Tal und Dorf).
 
Rölpes m., Lümmel.
 
Rölpessechkêt f., Lümmelei.
 
Rozbock m., ein beim Spielen ungestümes Kind; hol. raasbol; s. rozen.[Bd. 1, S. 363a]
 
rozech a., der gerne rozt.
 
rozen vn., sich balgen, sich herumwälzen; hol. raasbollen, E. rolzen.
 
Rozerei f., ungestümes Spielen der Kinder, wobei sie auf dem Boden herumkollern.
 
Rozert m., ungestümes Kind, s. Rölpes.
 
Rom(l), Stadt Rom. — du kes do, 't mèngt ên, du häss Rom geluden, wie kommst du so schleppend, so schwerfällig daher!
 
Romen  m., s. Rotâ.
 
rômen  av., sehr.
 
Romenei  f., irgend ein süßes, schmackhaftes, alkoholisches Getränk (veraltet); fr. Romanée, Kil. roomenye.

 

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