WLM Wörterbuch der Luxemburgischen Mundart
 
Schlô bis Schlösselroer (Bd. 1, Sp. 384 bis 386)
 
Schlô,  f.
Schlôbur,  m.
schlôen,  va.
Schlôf,  m.
Schlôfbôk,  m.
Schlôfdröppchen,  f.
Schlôfdrok,  m.
schlôfen,  vn.
Schloff,  m.
Schlöff,  m.
Schlôfgèld,  n.
Schlôfhauf,  f.
Schlôfkamerôd,  m.
Schlôfkâp,  f.
Schlôfkumer,  f.
Schlôflaus,  f.
Schlôfliddchen,  n.
Schlôfmaus,  f.
Schlôfmöttel,  n.
Schlôfrack,  m.
Schlôfrât,  m.
Schlôfsâk,  m.
Schlôleischt,  f.
schlömm,  a.
Schlop,  f.
schlopen,  vn.
Schlömpt,  f.
Schlönner
Schlönnermânescht
Schlôper,  n.
schlöppen,  va.
Schlôrén,  m.
schlôrénen,  v. unip.
Schloss,  m.
Schloss,  m.
schlössech,  a.
Schlössel,  m.
Schlösselbên,  n.
Schlösselblumm,  f.
Schlössellach,  n.
Schlösselroer,  m.
Schlosstên,  m.
Schlötz,  m.
schlötzen,  vn.
Schlubber,  f.
schlubberen,  vn.
schlubbervoll,  a.
Schlucht,  f.
schluchten,  va.
Schluchthaus,  n.
Schluchtmêschter,  m.
Schluchtmèsser,  n.
Schluchtveⁱ,  n.
Schluchtwôn,  m.
Schluckert,  m.
Schludder,  f.
schludderen,  vn.
schludderfètt,  a.
Schluddertreip,  f.
Schlupp,  f.
schluppech,  a.
Schluppechkêt,  f.
schluppen,  va.
Schluppert,  m.
Schluppteis,  m.
Schlut,  m.
schlut,  a.
Schlûtchen,  m.
schlutweiss,  a.
schluxen,  vn.
Schluxert,  m.
schmâchen,  van.
Schmâch-kichelchen,  m.
Schmacht-lapp,  m.
schmachtlappech,  a.
Schmack,  m.
Schmack,  m.
Schmaderari,  m.
Schmaz,  n.
Schmazbⁱedeler,  m.
Schmazblumm,  f.
Schmazbrudder,  m.
Schmazdöppen,  n.
schmazech,  a.
Schmazkraut,  n.
Schmazpân,  f.
schmak,  a.
schmakech,  a.
Schmakfⁱeder,  f.
schmännen,  va.
Schmännerei,  f.
Schmat,  m.
schmatech,  a.
Schmatechkêt,  f.
Schmatgⁱerch,  m.
Schmatlèffelchen,  m.
Schmatt,  m.
Schmaus,  m.
schmausen,  vn.
Schmauss,  f.
Schlô f., 1. Zurichthammer (zum Schlagen, schlôen); 2. Zimmermannsschlägel; 3. Schallhammer; 4. Lage loser Reiser im Walde; 5. Schlägel, womit der Mist auf dem Karren festgeschlagen wird.
 
Schlôbur m., Schlagbohrer.
 
schlôen va., schlagen; mnd. slân, wf. sloen, mnd. naslân; Siebb. schlô, schlagen; schlêt, schlägt; s. noschlôen. — Pâk schleⁱt sech, Pâk verdreⁱt sech, Gesindel schlägt sich, Gesindel verträgt sich. — e schleⁱt op de Sâk a mèngt[Bd. 1, S. 385a] den ⁱEsel, er schlägt auf den Sack und meint den Esel. Zum unartigen kleinen Kinde sagt man: schlô de beⁱse Käppchen! — èng geschlôe Štonn, eine volle Stunde; Siebb.: än geschlôen Stant. — Schlôen ass verbuden, Schlagen ist verboten. — dât schleⁱt dem Fâss de Budem aus, das verdirbt die Sache gründlich, da gibt es kein Zurückhalten mehr. — aus der Ârt schlôen. — èppes an de Wand sch., etwas nicht beachten. — t Râd sch., das Rad schlagen. — vn., schlôen, einschlagen (vom Blitz). — dât Pärd schleⁱt, jenes Pferd schlägt aus.
 
Schlôf m., 1. Schlaf; 2. die Schläfe, (pl. Schléf); Siebb. dasselbe Wort.
 
Schlôfbôk m., Schlafhaube.
 
Schlôfdröppchen f., Gläschen Branntwein, das man vor dem Schlafengehen trinkt.
 
Schlôfdrok m., Schlaftrunk.
 
schlôfen vn., schlafen; Siebb. dasselbe Wort. — s. eweⁱ en Hus, èng Ratz, en Dax, schlafen wie ein Hase (mit offenen Augen), ein Murmeltier, ein Dachs (tiefer Schlaf). — wⁱe lâng schleⁱft, schleⁱft sech wârem; wⁱe freⁱ optêt, össt sech ârem (Trostspruch für Siebenschläfer). — 't wêss ê wul, weⁱ ê s. gêt, ower net weⁱ ên optêt, man weiß wohl, wie man schlafen geht, aber nicht wie man aufsteht. Kindergebet:

Ôwens muss ech schlôfe gôen,
Veⁱrzeng Èngele solle bei mer tôen,
Zweⁱn zu Kapp,
Zweⁱn zu Feⁱss,
Zweⁱn zur rⁱeter Had,

[Bd. 1, S. 385b]

Zweⁱn zur schlaker Had,
Zweⁱ solle mech dècken,
Zweⁱ solle mech wècken,
Zweⁱ solle mech leⁱeren
A solle mech feⁱeren
An den himmlesche Paradeis, Amen.


 
Schloff m., Schlupfwinkel.
 
Schlöff m., Schliff.
 
Schlôfgèld n., Schlafgeld, das die Arbeiter für ein Bett bezahlen.
 
Schlôfhauf f., 1. Schlafhaube, 2. willenloser Mensch; Siebb. dasselbe Wort.
 
Schlôfkamerôd m., Schlafkamerad.
 
Schlôfkâp f., 1. Schlafmütze; 2. willenloser Mann.
 
Schlôfkumer f., Schlafkammer.
 
Schlôflaus f., nur in dem Ausdruck: d Schlôfleis beissen en, er ist schläfrig.
 
Schlôfliddchen n., Schlummerlied.
 
Schlôfmaus f., Siebenschläfer (Nagetier).
 
Schlôfmöttel n., Schlafmittel.
 
Schlôfrack m., Schlafrock.
 
Schlôfrât m., Gartenschläfer (myoxus nitela); Siebb. Schlôfratz.
 
Schlôfsâk m., verschlafener, lässiger Mensch; Siebb. Schlôfsack.
 
Schlôleischt f., Schlagleiste an einer Türe.
 
schlömm a., schlimm.
 
Schlop f., Klumpen.
 
schlopen vn., 1. gierig schlürfen; 2. Wolle aufkratzen; 3. dicke Schollen zerkleinern.
 
Schlömpt f., Krümmung.
 
Schlönner(l), Schlinder (Dorf).
 
Schlönnermânescht(l), Schlindermanderscheid (Dorf).
 
Schlôper n., Meißel; E. Schlabohr.
 
schlöppen va., knüpfen; s. Schlêf.[Bd. 1, S. 386a]
 
Schlôrén m., Platzregen.
 
schlôrénen v.unip., heftig und in großen Tropfen regnen.
 
Schloss m., 1. Schluß; 2. Vorstecknagel.
 
Schloss m., kurzer, heftiger Regen.
 
schlössech a., 1. wasser=, luft=, staubdicht; 2. schlüssig.
 
Schlössel m., Schlüssel; Siebb. Schlässel. — de S. op t Grâf léen, den Schlüssel aufs Grab legen, dh. auf die Erbschaft verzichten.
 
Schlösselbên n., Schlüsselbein.
 
Schlösselblumm f., Hirschmangold. — blô S., 1. großblumiger Himmelsschlüssel; 2. gemeines Knabenkraut.
 
Schlössellach n., Schlüsselloch.
 
Schlösselroer m., Schlüsselschaft.

 

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