WLM Wörterbuch der Luxemburgischen Mundart
 
Schlôf bis schlötzen (Bd. 1, Sp. 385 bis 386)
 
Schlôf,  m.
Schlôfbôk,  m.
Schlôfdröppchen,  f.
Schlôfdrok,  m.
schlôfen,  vn.
Schloff,  m.
Schlöff,  m.
Schlôfgèld,  n.
Schlôfhauf,  f.
Schlôfkamerôd,  m.
Schlôfkâp,  f.
Schlôfkumer,  f.
Schlôflaus,  f.
Schlôfliddchen,  n.
Schlôfmaus,  f.
Schlôfmöttel,  n.
Schlôfrack,  m.
Schlôfrât,  m.
Schlôfsâk,  m.
Schlôleischt,  f.
schlömm,  a.
Schlop,  f.
schlopen,  vn.
Schlömpt,  f.
Schlönner
Schlönnermânescht
Schlôper,  n.
schlöppen,  va.
Schlôrén,  m.
schlôrénen,  v. unip.
Schloss,  m.
Schloss,  m.
schlössech,  a.
Schlössel,  m.
Schlösselbên,  n.
Schlösselblumm,  f.
Schlössellach,  n.
Schlösselroer,  m.
Schlosstên,  m.
Schlötz,  m.
schlötzen,  vn.
Schlubber,  f.
schlubberen,  vn.
schlubbervoll,  a.
Schlucht,  f.
schluchten,  va.
Schluchthaus,  n.
Schluchtmêschter,  m.
Schluchtmèsser,  n.
Schluchtveⁱ,  n.
Schluchtwôn,  m.
Schluckert,  m.
Schludder,  f.
schludderen,  vn.
schludderfètt,  a.
Schluddertreip,  f.
Schlupp,  f.
schluppech,  a.
Schluppechkêt,  f.
schluppen,  va.
Schluppert,  m.
Schluppteis,  m.
Schlut,  m.
schlut,  a.
Schlûtchen,  m.
schlutweiss,  a.
schluxen,  vn.
Schluxert,  m.
schmâchen,  van.
Schmâch-kichelchen,  m.
Schmacht-lapp,  m.
schmachtlappech,  a.
Schmack,  m.
Schmack,  m.
Schmaderari,  m.
Schmaz,  n.
Schmazbⁱedeler,  m.
Schmazblumm,  f.
Schmazbrudder,  m.
Schmazdöppen,  n.
schmazech,  a.
Schmazkraut,  n.
Schmazpân,  f.
schmak,  a.
schmakech,  a.
Schmakfⁱeder,  f.
schmännen,  va.
Schmännerei,  f.
Schmat,  m.
schmatech,  a.
Schmatechkêt,  f.
Schmatgⁱerch,  m.
Schmatlèffelchen,  m.
Schmatt,  m.
Schmaus,  m.
schmausen,  vn.
Schmauss,  f.
schmêchelech,  a.
Schmêchelei,  f.
schmêchelen,  va.
Schlôf m., 1. Schlaf; 2. die Schläfe, (pl. Schléf); Siebb. dasselbe Wort.
 
Schlôfbôk m., Schlafhaube.
 
Schlôfdröppchen f., Gläschen Branntwein, das man vor dem Schlafengehen trinkt.
 
Schlôfdrok m., Schlaftrunk.
 
schlôfen vn., schlafen; Siebb. dasselbe Wort. — s. eweⁱ en Hus, èng Ratz, en Dax, schlafen wie ein Hase (mit offenen Augen), ein Murmeltier, ein Dachs (tiefer Schlaf). — wⁱe lâng schleⁱft, schleⁱft sech wârem; wⁱe freⁱ optêt, össt sech ârem (Trostspruch für Siebenschläfer). — 't wêss ê wul, weⁱ ê s. gêt, ower net weⁱ ên optêt, man weiß wohl, wie man schlafen geht, aber nicht wie man aufsteht. Kindergebet:

Ôwens muss ech schlôfe gôen,
Veⁱrzeng Èngele solle bei mer tôen,
Zweⁱn zu Kapp,
Zweⁱn zu Feⁱss,
Zweⁱn zur rⁱeter Had,

[Bd. 1, S. 385b]

Zweⁱn zur schlaker Had,
Zweⁱ solle mech dècken,
Zweⁱ solle mech wècken,
Zweⁱ solle mech leⁱeren
A solle mech feⁱeren
An den himmlesche Paradeis, Amen.


 
Schloff m., Schlupfwinkel.
 
Schlöff m., Schliff.
 
Schlôfgèld n., Schlafgeld, das die Arbeiter für ein Bett bezahlen.
 
Schlôfhauf f., 1. Schlafhaube, 2. willenloser Mensch; Siebb. dasselbe Wort.
 
Schlôfkamerôd m., Schlafkamerad.
 
Schlôfkâp f., 1. Schlafmütze; 2. willenloser Mann.
 
Schlôfkumer f., Schlafkammer.
 
Schlôflaus f., nur in dem Ausdruck: d Schlôfleis beissen en, er ist schläfrig.
 
Schlôfliddchen n., Schlummerlied.
 
Schlôfmaus f., Siebenschläfer (Nagetier).
 
Schlôfmöttel n., Schlafmittel.
 
Schlôfrack m., Schlafrock.
 
Schlôfrât m., Gartenschläfer (myoxus nitela); Siebb. Schlôfratz.
 
Schlôfsâk m., verschlafener, lässiger Mensch; Siebb. Schlôfsack.
 
Schlôleischt f., Schlagleiste an einer Türe.
 
schlömm a., schlimm.
 
Schlop f., Klumpen.
 
schlopen vn., 1. gierig schlürfen; 2. Wolle aufkratzen; 3. dicke Schollen zerkleinern.
 
Schlömpt f., Krümmung.
 
Schlönner(l), Schlinder (Dorf).
 
Schlönnermânescht(l), Schlindermanderscheid (Dorf).
 
Schlôper n., Meißel; E. Schlabohr.
 
schlöppen va., knüpfen; s. Schlêf.[Bd. 1, S. 386a]
 
Schlôrén m., Platzregen.
 
schlôrénen v.unip., heftig und in großen Tropfen regnen.
 
Schloss m., 1. Schluß; 2. Vorstecknagel.
 
Schloss m., kurzer, heftiger Regen.
 
schlössech a., 1. wasser=, luft=, staubdicht; 2. schlüssig.
 
Schlössel m., Schlüssel; Siebb. Schlässel. — de S. op t Grâf léen, den Schlüssel aufs Grab legen, dh. auf die Erbschaft verzichten.
 
Schlösselbên n., Schlüsselbein.
 
Schlösselblumm f., Hirschmangold. — blô S., 1. großblumiger Himmelsschlüssel; 2. gemeines Knabenkraut.
 
Schlössellach n., Schlüsselloch.
 
Schlösselroer m., Schlüsselschaft.
 
Schlosstên m., Schlußstein.
 
Schlötz m., Schlitz, Spalt.
 
schlötzen vn., leicht fasern.

 

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