WLM Wörterbuch der Luxemburgischen Mundart
 
Štutz bis Summerbox (Bd. 1, Sp. 433 bis 434)
 
Štutz f., 1. halber Handschuh; 2. Pulswärmer.
 
tutzech a., stutzig.
 
tutzen va., 1. stutzen, z. B. de Bârt, d Bäm; 2. verdrießen. — dât hut e mächtech (âl) getutzt, das hat ihn sehr verdrossen.
 
Štutzscheⁱer f., Baumschere, Stutzschere.
 
Su m., pl. Suen, Sou (Kupfermünze = 5 Centimes). — en deke S., Kupfermünze = 10 Centimes; en hâlwe Su = 2½ Cent. — dât kascht e klènge Su, das kostet nur 5 Centimes. — kê (rode) S. wⁱert sin, 1. keinen Heller wert sein; 2. sehr schwach sein. — en hut kê Su a kê Frang oder en hut kê S. ann e wêss kên, er ist ganz arm. — fir de bôere Su krit ên alles. — e S. dreimôl ronderem dreⁱen, ir ên en ewèch get, sehr sparsam sein. — e Su afferen. Auf dem Lande pflegen noch heute ältere Leute den in der Kirche zu opfernden Sou zu küssen, bevor sie ihn auf den Opferteller legen.
 
subbelen van., sudeln; s. sabbelen und suddelen.
 
Subel m., Sand; fr. sable, E. Sawel.[Bd. 1, S. 433b]
 
Subelbudem m., Sandboden.
 
Subelbur(l), Sawelborn, eig. Sandborn (Gehöfte).
 
subelech a., sandig.
 
sucht, in dem Ausdruck: s. em èppes sin, Lust zu etwas haben.
 
suchter av., in Vbdgen wie: — s. bekäschtejen, ech wêrd mech dés s. b., davor werde ich mich hüten. — du häss s., un de Minister weⁱ un de Kommissär ze schreiwen, du tätest besser, an den Minister als an den Kommissar zu schreiben.
 
Suckel f., irgend ein Gegenstand (meistens ein Zuckerplätzchen), an dem gesogen wird.
 
Suckel f., Zuckerlätzchen.
 
suckelen va., saugen; Sbb. dasselbe Wort; ags. sûcan, E. und wf. suckeln, engl. suckle.
 
Suckeler m., 1. Sauger; 2. Feinschmecker.
 
Suckelesch f., 1. Saugerin; 2. Feinschmeckerin.
 
Suddel f., Sudelwäsche.
 
suddelen van., sudeln.
 
Suddeler m., Sudeler, Pfuscher, Schmierer; mnd. sudeler.
 
Suddelerei f., Sudelei.
 
Suddelmrei — f., lüderliches Frauenzimmer.
 
sudderen vn., nachglimmen.
 
Sudech(l), Sudig (bei Ermsdorf).
 
Sudel m., 1. Sattel, pl. Sⁱedel; 2. Kamm (an Jnstrumenten); mnd. sadel, engl. saddle. — ên aus dem S. hⁱewen.
 
Sudeldècken f., Satteldecke.
 
sudelen va., satteln, s. sⁱedelen; Sbb. dasselbe Wort. — e sudelt freⁱ ann e reit peⁱt, er sattelt früh und reitet spät, dh. es dauert lange, ehe er zur Ausführung seiner Pläne schreitet.
 
sudelfèst a., sattelfest.
 
Sudelgûrt m., Sattelgurt.
 
Sudeltên m., Sattelstein (Architektur).[Bd. 1, S. 434a]
 
Sudeltäsch f., Satteltasche.
 
suden, sieden, part. perf.: gesuden, gesotten; net gebrôden a net gesuden, nicht gebraten und nicht gesotten. — e krût Gesudenes a Gebrôdenes.
 
Sûftjen(l), langgestrecktes Dorf in Lothringen, daher: eso lâng eweⁱ S.
 
Sul f., Sohle.
 
Sul m., Bergsohle.
 
Sulbudem m., Boden eines Schiffes.
 
Sullⁱeder n., Sohlleder. — so zeⁱ weⁱ S., so zähe wie S.
 
Sulweid f., Saalweide.
 
Sumecht u. Sumecht f., Saft des Mistes; celt. saim, l. summa, vgl. Seim.
 
Summer m., Sommer; Sbb. dasselbe Wort; engl. summer.
 
Summerbox f., leichte Hose.

 

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