WLM Wörterbuch der Luxemburgischen Mundart
 
Tⁱesjen bis tirlech (Bd. 1, Sp. 437 bis 438)
 
Tⁱesjen f., Dim. von Tâs, Täßchen.
 
Tèssel m., Getreide= oder Strohhaufen.
 
tèsselen va., 1. in Haufen ordnen, schichten, z. B. Hoz t.; 2. zu Boden werfen, im Ringkampf überwinden; 3. sich senken; fr. tasser, ma. tassen.
 
Testemènt und Testamènt n., Testament. — sein T. mâchen, sich aufgeben. — ên a sein T. sètzen. — âlt T., alte Schachtel!
 
têt conj., doch; vergl. engl. ta't, = take it.
 
Tetel m., Titel.
 
teteleⁱeren va., titulieren.
 
Teⁱtsch f., 1. Beule; ma. tatsch, Hand; eng. touch; 2. Torte.
 
teⁱtschen va., Beulen in etwas schlagen, zerbeulen; fr. toucher, engl. touch, as. taesan, nd. teezen.
 
Tètt f., Mutterbrust; fr. téton.
 
tètten vn., an der Mutterbrust saugen; fr. teter.
 
teⁱwech a., lauwarm; l. tepidus.
 
Teⁱwes nprm., Matthias.
 
Teⁱwesbur m., Quelle in der Unterstadt Pâfenda, eig. Matthäusbrunnen.
 
Teⁱwesdâch m., Matthäustag.[Bd. 1, S. 438a]
 
Tezeisen n., ein viereckiges Eisen mit Zähnen zum Setzen der Säge.
 
tibi a., besoffen; engl. tipple, tipsy.
 
Tibi m., Rausch; nur im Ausd.: am Tibi sin, einen Rausch haben.
 
Ticker m., Stößer, dient zum Zerkleinern von gekochten Kartoffeln und anderem Gemüse.
 
Tiel m., Türbekleidung, die senkrechten Ständer einer Türzarge.
 
Tik m., Gewohnheits=Muskelzucken; fr. tic.
 
Tillemännchen m., 1. unruhiger Geist; 2. Stengel, Pistill.
 
Tilleschgâss f., Diedenhofener Gasse (Luxemburg), eig. die Ulrichsgasse.
 
Tiltächen, sagt man in Vianden für alles, was die Kinder nicht wissen dürfen.
 
Timang m., 1. Richtung, Leitung; 2. Plan, Jdee; fr. timon.
 
Timoteⁱ m., Wiesenlische, Phleum pratense (Pfl.).
 
Tineⁱkadeⁱ m., Steckchenspiel.
 
Tipchen m., kleiner Finger; eng. tip.
 
Tipp m., Art Wall, welcher durch die Abfuhr der Schlacken bei den Hochöfen oder des Schuttes bei Stein= und Gipsbrüchen gebildet wird.
 
Tipp m., Geröllhaufen.
 
tippen va., umschütten, den Wagen umstürzen; vn., berühren; eng. tip; gr. τύπτω. — t. a kippen, umwippen.
 
Tirang  m., Schublade.
 
Tirbuschong — m., Pfropfenzieher; fr. tire-bouchon.
 
Tîrchen, Dim. von Tûr, m., 1. Türmchen; 2. kleiner Spaziergang.
 
Tîrches n., Knickerspiel.
 
Tîrek nprm., Türke. — du wêss sovill dovu weⁱ de grossen T., du weißt soviel davon wie der große Türke, dh. nichts.[Bd. 1, S. 438b]
 
Tireliri — m., Säuferwahnsinn.
 
tîrkelech a., schwindelig.
 
tîrkelen vn., taumeln, s. tîrkelen.
 
tîrkesch a., türkisch. — tîrkesche Wêss m., Mais.
 
tirlech a., schwindelig, von Schwindel befallen.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

© 2010 - Projekt LexicoLux des Laboratoire de linguistique et de littératures luxembourgeoises der Universität Luxemburg, in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier
Hinweis zum problematischen Wortgut