WLM Wörterbuch der Luxemburgischen Mundart
 
Wochemârt bis Wöllem (Bd. 1, Sp. 489 bis 490)
 
Wochemârt m., Wochenmarkt.
 
wôdelech a., laulich.
 
wodurech av., wodurch.
 
wôen va., wagen. — dé neischt wôt, dé neischt wönnt; dé neischt sicht, dé neischt fönnt.
 
woer a., wahr. — dâ's sei Lⁱewe net w.
 
woeraus av. rel., woraus.
 
Woerecht f., Wahrheit. [Bd. 1, S. 489b] — bei der W. bleiwen. — op der W. kann ê betôen. — èngem d W. sôen, j. die Leviten lesen.
 
wofèren conj., wofern.
 
Wôgeleⁱs n., Wagengeleis.
 
Wôgetèll n., Wagengestell.
 
wohanner av., wo hinten, hinter was.
 
wohⁱer av., woher.
 
wohin av., wohin.
 
Wojaḡör m., Brieftaube; fr. (pigeon) voyageur.
 
Wôk, s. Wô.
 
wôkelech a., wackelig.
 
wôkelen vn., wackeln.
 
Wolang m., 1. Hochsteiger (Taube); fr. (pigeon) volant; 2. Federball; 3. Schwungrad; 4. Türflügel; 5. Teil des Frauenkleides.
 
Wolkebroch m., Wolkenbruch.
 
Wolker(l), Wolkringen, Dorf in der belgischen Provinz Luxemburg.
 
Woll f., Wolle. — sech d W. vum Rek frⁱesse lôssen. — net Schéfche si, weⁱ ê W. dreⁱt, anders sein, als man scheint.
 
Wollbⁱerech(l), Wollberg, Dorf in der belgischen Provinz Luxemburg.
 
Wollblumm f., Wollgras, Eriophorum.
 
Wolldöschtel f., stachelige Eselsdistel.
 
wollech a., wollig.
 
wöllech a., willig.
 
Wollef m., 1. Wolf; 2. Krebs (Krankheit); 3. Brunnenhaken; mnd. wullef; 4. abgebranntes Dochtende; 5. geldgieriger Mensch; 6. Traubenkorb; 7. Wollspinnmaschine. — dât Štek ass nach gutt fir de W. driwer ze lâfen, dieser Acker gibt keinen Ertrag. — de W. frösst och deⁱ gezêchent Schôf, der Wolf frißt auch[Bd. 1, S. 490a] die gezeichneten Schafe, dh. vor einem Diebe ist nichts sicher. — de W. am Bauch hun, den Wolf im Bauche haben, dh. sehr hungrig sein. — de W. verleⁱert seng Hôer, ower seng Naupe net, der W. verliert seine Haare, aber nicht seine Gelüste, dh. jung gewohnt, alt getan. — wan ê vum W. schwätzt, geseit ê schonn de Schwaz dervun, wenn man vom W. spricht, sieht man bereits dessen Schweif, sagt man, wenn eine Person, von der eben gesprochen wird, gerade dazukommt. — 't muss ên dem W. sei Pèz net verkâfe, bis dat ên en hut, man soll das Fell des W. nicht verkaufen, bis man den W. hat. — d Wöllef frⁱesse sech net önner sech. — e geseit aus eweⁱ e W., er sieht wild aus. — wⁱe bei de Wöllef ass, muss mathaulen.
 
Wöllefchen m., dim. v. Wollef, kleiner Wolf.
 
Wollefsdöschtel f., wilde Karde (Pfl.).
 
Wollefsdot m., vierblättrige Einbeere.
 
Wollefsfascht m., eine Schwammart.
 
Wollefsgesîcht n., Krummhals, Lycopsis arvensis (Pfl.).
 
Wollefshonger m., Wolfshunger.
 
Wollefsjuchd f., Wolfsjagd.
 
Wollefskraut n., 1. falsche Nieswurz; 2. gebräuchliche Klette.
 
Wollefsmöllech f., cypressenartige Wolfsmilch.
 
Wollefpitz m., Pommer (Hund).
 
wollefzech a., begierlich.
 
Wollek m., Wolke.
 
wollekech a., wolkig.[Bd. 1, S. 490b]
 
Wöllem nprm., Wilhelm; s. Gill und Giljôm.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

© 2010 - Projekt LexicoLux des Laboratoire de linguistique et de littératures luxembourgeoises der Universität Luxemburg, in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier
Hinweis zum problematischen Wortgut