WLM Wörterbuch der Luxemburgischen Mundart
 
Wöllent bis Wöntscher (Bd. 1, Sp. 490 bis 491)
 
Wöllent n., Wollzeug.
 
Wöllerbâch(l), Weilerbach; fr. Villers la bonne eau, Dorf in der belgischen Provinz Luxemburg.
 
wölles, willens. — ech si w., ich bin gesonnen.
 
Wollhoz n., Streicheisen (Spinnerei).
 
Wollkraut n., Königskerze (Pfl.).
 
Wollmârt m., Wollmarkt.
 
Wollpönner m., 1. Wollspinner; 2. altes Buch, Scharteke.
 
wollzech a., wollig.
 
wölper a., wund, aufgerieben.
 
wölperech a., wund.
 
Wolwen(l), Wolwelingen (Dorf).
 
Woz(l), Wiltz (Stadt); nprf. Wiltz (Bach).
 
womat av., womit.
 
Wôn m., 1. Wagen; 2. Unschlüssigkeit, vgl. Wache. — ze kûrz fir op e W., ze lâng fir op èng Kâr, zu kurz, um auf einen W., zu lang, um auf einen Karren (geladen zu werden), dh. zu nichts tauglich. — dât fönneft Râd am W., unnütz.[Bd. 1, S. 491a]
 
Won m., Jrrtum.
 
wod a., wund.
 
Wodkraut n., kriechender Günsel, Ajuga reptans. — hêdnescht W., knotige Braunwurz; Scrophularia nodosa.
 
Wôner m., Stellmacher.
 
Wônerâx f., Wagneraxt.
 
wôneren vn., als Stellmacher arbeiten.
 
Wônergeschir n., Handwerksgeräte der Stellmacher.
 
Wonn f., Wunde.
 
Wönn m., Windspiel (Hund).
 
Wönn f., Spanne, Wodansspanne.
 
wönnech a., 1. ausgewachsen; reif; wird von einer Lohhecke, die reif zum Schleißen, oder von Rudlad, das reif zum Ruden ist, gesagt; 2. heiratsfähig.
 
Wönnecht f., Ernte, zu wannen, Gewo.
 
Wönneng f., Ertrag.
 
Wonner n., Wunder; wf. wunner. — dât get mech W., das nimmt mich W. — den eⁱweche W. verzⁱelen, lange plaudern.
 
wonneren va., wundern. — ech ka mech w., ich wundere mich.
 
wonnerlech a., wunderlich.
 
wönnerlech a., sonderbar, kindisch.
 
wonnerscheⁱn a., wunderschön.
 
Wonnerwⁱerk n., auffallend schöne Sache.
 
Wonnesch , genit. von Wonner: W. dènken, Wunder denken. — e mèngt, wât W. dat en hätt. — e mèngt, wât w. dat e gemâcht hätt, er glaubt, etwas Außerordentliches geleistet zu haben.
 
Wonnulech m., Schafgarbenkopf.
 
Wosch m., Wunsch.[Bd. 1, S. 491b]
 
wönsch a., schief.
 
wöschen va., wünschen. — wann ê wöscht, da muss ê w., dat et derwⁱert ass, wenn man wünscht, soll man dafür sorgen, daß es der Mühe wert ist. — wât ê wöscht, dât glêft ê gⁱer. — fir ze w. ann ze faschten, ka ên am Bètt leie bleiwen (braucht man sich nicht zu bemühen). — vn., èngem w., j. beglückwünschen.
 
wöscheswⁱert a., wünschenswert.
 
Wöntjer(l), Wintger (Dorf).
 
Wöntscher(l), Winscheringen (Dorf).

 

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